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2. Januar 2021

Neuer Fachreferent im ÖJV Bayern

Stefan Strasser wird zunächst auf 450-Eurobasis als Fachreferent für den ÖJV Bayern arbeiten. Er kommt als Landwirtschaftsmeister ganz stark aus der Praxis. Wir wünschen ihm einen guten Anfang bei uns und freuen uns auf seine Mitarbeit. Im unten angefügten Text stellt er sich kurz vor.

 

Dr. W. Kornder

(1. Vorsitzender ÖJV Bayern)  

 

Griaß eich,

 

da eine Einstandsfeier aufgrund der räumlichen Entfernung und der aktuellen Corona-Situation vorerst nicht möglich sein wird, möchte ich mich auf diesem Wege bei euch als neuer Fachreferent im ÖJV Bayern kurz vorstellen.

Mein Name ist Stefan Strasser, ich bin 33 Jahre alt und komme aus der Gemeinde Wonneberg im Landkreis Traunstein (Südostbayern). Ich bin verheiratet und wir haben drei Töchter im Alter von fünf, neun und zwölf Jahren. Meine Ausbildung als Landwirt habe ich mit der Meisterprüfung abgeschlossen. Der landwirtschaftliche Betrieb wird allerdings nur noch im Nebenerwerb geführt, ebenso wie die Bewirtschaftung unserer knapp 13 ha Wald.

 

Im Hauptberuf bin ich seit neun Jahren bei der Baywa AG als Verkaufsberater für Landmaschinen und Forsttechnik angestellt. Die Waldarbeit und die Jagd sind für mich ein guter Ausgleich zum oft stressigen Hauptberuf. Da mein Vater seit 20 Jahren Jagdvorsteher unserer Jagdgenossenschaft ist, bin ich schon seit meiner Kindheit mit dem Wald-Wild-Konflikt vertraut. Anfangs haben wir hier die Märchen der Jagdpächter noch geglaubt, auch durch den ÖJV, insbesondere der Regionalgruppe Südostbayern, wurden wir allerdings eines Besseren belehrt. Mehr zur Geschichte unserer Jagdgenossenschaft kann man hier nachlesen.

Als 2008 bei uns beschlossen wurde, dass die Jagd auf Eigenbewirtschaftung umgestellt wird, war für mich klar, dass ich den Jagdschein mache, um die eigenen Waldflächen selber zu bejagen. Den Jagdkurs habe ich bei der Regionalgruppe Südostbayern gemacht und anschließend mein erstes Jagdjahr bei Hans Praxenthaler in Fridolfing gejagt.

 

Im nächsten Jahr, 2010 erfolgte dann die Umstellung in der heimischen Jagdgenossenschaft und seither bin ich für einen 160 ha großen Pirschbezirk verantwortlich. In dieser Zeit sind mir die Augen erst so richtig aufgegangen, was alles möglich ist, wenn die Wildbestände stimmen. Während vor der Umstellung Zäune und Einzelschutzmaßnahmen selbst für Buche und Fichte an der Tagesordnung waren, wächst nun eine Vielzahl von Baumarten in unseren Wäldern. Insbesondere die Weißtanne, welche in den Altbeständen vorhanden ist, sich aber in den letzten 50 Jahren überhaupt nicht mehr verjüngen konnte, profitiert von der intensiven Rehwildbejagung.

 

Da mich auch das Thema Umweltbildung und Waldpädagogik sehr interessiert, absolviere ich derzeit eine Fortbildung zum staatlich zertifizierten Waldpädagogen am Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding.

Ab 1. Januar bin ich nun, vorerst auf geringfügiger Basis (450-Euro-Job) als Fachreferent im ÖJV Bayern angestellt. Dass die ökologische Jagd meist im Gegenwind unterwegs ist, ist mir durchaus bewusst, und trotzdem freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe und in "eurem" Team mitwirken zu dürfen.

 

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr.

Bleibt's gesund und lasst euch nicht unterkriegen.

 

Schöne Grüße

Stefan Strasser