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Was vom Müritz-Jagdprozess übrig geblieben ist ...

... würde in waldfreundlichen Kreisen eine Auszeichnung und keine Ordnungswidrigkeit nach sich ziehen.

Zugegebenermaßen ist es der Jagdlobby und anderen gelungen, „das Formale“ in den Vordergrund zu stellen und das Problem mit viel zu hohen Wildbeständen in den Hintergrund zu drängen – ein Vorgehen, das ja auch aus anderen Bundesländern, auch aus Bayern, bekannt ist.

Trotzdem: Viel übrig geblieben ist ja nicht, wenn man so zurückdenkt, was Falk Jagszent alles unterstellt wurde. Und wenn man dann noch eine Ordnungswidrigkeit wegen eines Knopfbockes, der vielleicht kein Kitzbock war, hochziehen muss, zeigt sich ein etwas kläglicher Zug. Ich frage mich, was das für Zeitgenossen sind, die den vermeintlichen Jährlingsbock aus der Kühlung heraus zum Staatsanwalt bringen? Und die Tierschutzstraftaten, die lauthals und vollmundig propagandamäßig über die reaktionäre jagdpresse verbreitet wurden, sind in sich zusammen gebrochen, … Ein klägliches und gleichzeitig ein fieses Bild, das da die reaktionäre Jagdfront abgegeben hat.

Ich freue mich für Falk Jagszent, dessen „Spießrutenlaufen“ endlich zu Ende ist. Alle Achtung ihm und seiner Familie, dass sie das so ausgehalten haben!

Wie schon gesagt: Für das, wofür er die gewichtigsten Ordnungswidrigkeiten bekommen hat, nämlich das Überschießen formaler Abschusspläne bei völlig überhöhten Wildbeständen, müsste man ihm eigentlich eine Auszeichnung geben. Die Achtung waldfreundlicher Jäger ist ihm jedenfalls sicher.

Wer sich selbst ein neutrales Bild machen will, sei auf den Artikel von Matthias Diekhoff aus dem Nordkurier vom 17. Juni 2015 verwiesen, den wir mit freundlicher Genehmigung des Verfassers anhängen.

Dr. Wolfgang Kornder
(1.    Vorsitzender ÖJV Bayern)

Wenn ein Traum-Job zum Albtraum wird
Nordkurier vom 17. Juni 2015
Wenn ein Traum-Job zum Albtraum wird - D
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