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Aktuell

Umsatzsteuer für Jagdgenossenschaften

Ab 1. Januar 2017 wird die Umsatzbesteuerung juristischer Personen des öffentlichen Rechts neu geregelt und an EU-Recht angepasst (§ 2b Umsatz-steuergesetz (UStG)). Damit sind Jagdgenossenschaften ab dem 01.01.2017 auch bei der Jagdverpachtung durch eine Jagdgenossenschaft umsatzsteuerpflichtig.

Jagdgenossenschaft können aber bis Ende 2016 gegenüber dem Finanzamt einmalig eine Optionserklärung zur Anwendung der bisherigen Umsatzsteuerregelungen abgeben. Diese gilt dann bis Ende 2020.

Wenn diese  vier Jahre Übergangsfrist vorbei sind, kann bei Einnahmen bis 17.500,- €  die „Kleinunternehmerregelung“ greifen. Die Jagdversammlungen mit den entsprechenden Beschlussvorlagen müssen aber auf jedem Fall noch in diesem Jahr stattfinden und die Anträge bis Ende 2016 beim Finanzamt sein. Vorlagen für die diesbezügliche Einladung der Jagdgenossenschaften und die „Optionserklärung zur Umsatzsteuer“ erhält man z.B. beim Bayerischen Bauernverband (BBV).

Im Anhang finden Sie eine Zusammenfassung des Bayerisches Landesamtes für Steuern.

Da es sich um eine komplizierte Materie handelt, empfiehlt sich eine Rücksprache mit den Finanzämtern, dem Bayerischen Bauernverband (BBV) oder anderen einschlägigen Einrichtungen.

Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern)

Aktuelle Ergänzung zur Umsatzsteuer für Jagdgenossenschaften

- Das Bayerische Landesamt für Steuern hat auf seiner Homepage Unterlagen zum Thema zusammengestellt (http://www.finanzamt.bayern.de).

- Inzwischen  hat sich geklärt, dass jetzt der Jagdvorsteher ohne Versammlung den Antrag stellen und die Versammlung diesen bei der nächsten Routineversammlung bestätigen kann.

Dr. W. Kornder
(Vorsitzender)

Merkblatt Jagdgenossenschaften und Umsatzsteuer
Stand: September 2016
Merkblatt_Jagdgenossenschaften.pdf
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