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Geburtstagsglückwünsche an Prof. Dr. Hubert Weiger

Am 21. April 2017 wurde Prof. Dr. Hubert Weiger 70 Jahre. Als Vorsitzender des ÖJV Bayern darf ich ihm dazu herzlich gratulieren.

Die offizielle Geburtstagsfeier fand am 5. Mai 2017 in Miesbach statt. Erfreulicherweise waren neben Ministerin Ulrike Scharf und weiteren hochrangigen Vertretern des Umweltministeriums nicht nur die vielen Vertreter der Naturschutzverbände zugegen, sondern ebenso Amtschef Hubert Bittlmayer, Ministerialdirigent Georg Windisch aus dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder Martin Neumayer, der Vorstandsvorsitzende der BaySf, und weitere hohe Vertreter aus dem Forstbereich.

In ihrem Grußwort würdigte Ministerin Scharf den vielfältigen, engagierten und fachlich hochkarätigen Einsatz des BUND und BN-Vorsitzenden. Sie musste sich allerdings in den nachfolgenden Bezugnahmen auch fragen lassen, weshalb sie sich in manchen dieser Punkte als Ministerin dennoch konträr dazu verhält. Bei den kurzweiligen Diskussionsrunden mit Politikern verschiedener Couleur (MdLs Florian von Brunn SPD, Benno Zierer FW, Dr. Christian Magerl Bündnis 90/Grüne und Staatsminister a.D. Otmar Bernhardt CSU), moderiert von Eva Lell vom BR,  kamen natürlich auch kontroverse Anschauungen, z.B. zur Nationalparkfrage zur Sprache.

Doris Tropper gelang es in Ihrer Laudatio Prof. Weiger im Regionalkolorit und sprachspezifisch untermalt treffend zu charakterisieren und die familiäre Verbundenheit im BN aufscheinen zu lassen. Mit dem ruhigen, ausgeglichenen und äußerst fachkundigen Jubilar begann eine neue Ära im BN, die auf die Natur- und Umweltprobleme nicht nur in Bayern zukunftsweisende Antworten gab.

In seiner klaren und schlichten Art und Weise dankte Prof. Dr. Weiger den RednerInnen und den Festgästen. Eines betonte er dabei besonders: Der Naturschutz muss unabhängig sein und bleiben und darf sich nicht von Ökosponsoring oder anderen Geldquellen abhängig machen. Das führe zwar dazu, dass der BN als mit Abstand größter Naturschutzverband Bayerns bei weitem nicht die Personalstärke so manch anderer Naturschutzverbände habe. Im Gegenzug dazu lebe der BN aber vom Engagement der Ehrenamtlichen auf der ganzen Fläche und seiner oftmals unbequemen Unabhängigkeit.

Gerade diese Unbequemlichkeit ist es, die auch auf Regierungsseite durchaus geschätzt wird. Ich darf an dieser Stelle MdL Erwin Huber aus dem Landtag zitieren, der am 27. April 2017 anlässlich der Änderung des Landesentwicklungsplanes formulierte: „Herr Prof. Dr. Weiger, ich gratuliere Ihnen zum 70. Geburtstag und bekunde Ihnen den Respekt des gesamten Hauses für Ihre Arbeit. Sie sind kompetent und unbequem. Das Prädikat "unbequem" ist ein positives, wenn ich das sage. Ich danke Ihnen für den Einsatz für Natur und Umwelt in Bayern.“ (https://www.bayern.landtag.de/Protokoll_WI_LEP.pdf)

Mit Prof. Dr. Weiger an der Spitze stand und steht der BN ganz klar zu einer waldfreundlichen Schalenwildbejagung, die Voraussetzung für einen naturgemäßen Waldbau und für den klimabedingt notwendigen Waldumbau ist. Und – das möchte ich auch festhalten – trotz der alles überlagernden Nationalpark- und Stilllegungsdebatte steht Prof. Weiger und der BN ganz klar zur Nutzung des überwiegenden Teiles unserer Wälder.

Wir wünschen, dass uns Prof. Dr. Hubert Weiger mit seinem Elan und seinen reichen Erfahrungen dem Naturschutz und einer waldfreundlichen Jagd noch lange erhalten bleibt.

Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern)