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Steigende Wildunfälle gefährden Menschen und führen zu hohen volkswirtschaftlichen Schäden

Schriftliche Anfrage des Herrn Abgeordneten Harry Scheuenstuhl vom 08.05.2017 betreffend Wildunfälle in Verbindung mit Kraftfahrzeugen in Bayern und Mittelfranken im Zeitraum 2006 bis 2016

Die Schriftliche Anfrage zu Verkehrsunfällen in Bayern und speziell in Mittelfranken 2006 – 2016 belegt den Anstieg der Wildunfälle um 50%.  Auch wenn bei den Angaben Rot-, Dam- und Rehwild mangels Quellenlage zusammen genommen sind, findet sich der absolute Schwerpunkt beim Rehwild, denn in Mittelfranken gibt es kein Rotwild und so gut wie kein Damwild. In Mittelfranken gehen gut ¾  aller Wildunfälle (6074 von 7829) auf Rehe zurück!

Die Antwort des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr durch Staatssekretär Eck weist darauf hin, dass die Gründe dafür vielfältig sind und es „kein generelles Allheilmittel“ gibt. Allerdings stimmt das nicht ganz, denn den sehr hohen, für den Wald gemäß des Forstlichen Gutachtens vielerorts zu hohen Rehwildbestand könnte man reduzieren. Immerhin weist die Antwort abschließend zumindest darauf hin: „Bei der Maßnahmenfindung sollte die Absenkung der Schalenwildbestände im Umfeld der Wildunfallhäufungsstelle als eine mögliche Option zur Verfügung stehen.“ Bei einer entsprechenden gesetzeskonformen Bejagung würden hohe volkswirtschaftliche Schäden im Wald und in der Versicherungsbranche und die Gefährdung von Menschen deutlich zurück gehen. Auch unter diesen Gesichtspunkten führt an dem guten bayerischen Gesetzesgrundsatz „Wald vor Wild“ nichts vorbei.

 

Quelle: https://bayernspd-landtag.de/anfrage-wildunfaelle-595243c457b70.pdf


Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern)