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Der Einfluss des Jagdverbandes auf die Politik

Es ist nicht zu übersehen, dass der Bayerische Jagdverband (BJV) sehr gut vernetzt ist und damit oftmals die Jagdhoheit in Bayern hat - fast hätte ich gesagt ausübt. Der BR hat das im angehängten Link treffend herausgearbeitet.

Leider sind die Folgen dieser Jagdhoheit auch nicht zu übersehen, vor allem nicht im Wald. Den scheint das BJV-Netzwerk wesentlich als Kulisse für die Jagd zu sehen. Und so setzt dem Wald in Bayern neben Stürmen, Klimawandel, Trockenheit, Starkregen, Überschwemmungen etc.  auch noch der immense Fraßdruck des Schalenwildes zu. Zudem versagt das Netzwerk bei der Schwarzwildbejagung kläglich. Ob der Bürgerallianz bewusst ist, dass sie hier instrumentalisiert wird? Die Lektüre des BR-Artikels könnte die Augen öffnen.

Gott-sei-Dank gibt es einen Hoffnungsschimmer, den der BR-Artikel auch direkt anspricht: den ÖJV Bayern. Und der wird nicht nur an dem Bestreben festhalten, mit seiner Popularklage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof die undemokratische und gesetzeswidrige Regelung zur Anerkennung der Vereinigungen der Jäger zu kippen - und wenn wir nach Karlsruhe gehen müssen- , sondern auch darüber hinaus seinen waldfreundlichen und zukunftsorientierten Kurs fortzusetzen. Das wird zwar dem BJV und seinen Partikularinteressen nicht gefallen, dafür aber dem Wald und der Gesellschaft gut tun.

Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern)

Lobby der Jäger - Der Einfluss des Jagdverbandes auf die Politik (BR)