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Private und kommunale Waldbesitzer in Bayern können sich wieder ihre Naturverjüngung fördern lassen

Tannensämling – Natürverjüngung
Eine ausreichende Naturverjüngung aus klimatoleranten Baumarten hat ökologisch, wie ökonomisch nur Vorteile. Dies funktioniert allerdings nur bei angepassten Schalenwildbeständen.

Viele Wälder in Bayern müssen noch immer dringend umgebaut werden. Gerade jetzt, in Zeiten des Klimawandels gilt es, den Wald fit für die Zukunft zu machen. Hohe Nadelholzanteile oder gar reine Nadelholzbestände bergen ein zu hohes Risiko durch Sturm, Trockenheit, Insekten oder anderen Ursachen geschädigt zu werden. Waldbesitzer müssen darauf achten, dass in einer neuen Waldgeneration ein ausreichender Anteil an klimatoleranten, standortheimischen Baumarten vorhanden ist.

Meist kann das natürliche Verjüngungspotential auf Grund zu hoher Schalenwildbestände nicht ausgeschöpft werden, obwohl in den Altbeständen die dringend benötigten Mischbaumarten vorhanden wären, die auch fleißig fruktifizieren. Die jungen Bäume werden aber vielerorts verbissen, so dass sie entweder absterben oder von Baumarten, die weniger verbissgefährdet sind (wie etwa Fichte oder Kiefer) überwachsen und verdrängt werden.

Die Naturverjüngung wäre aber der Schlüssel zu einem klimatoleranten, zukunftsfähigen Wald. Eine natürliche Wurzelentwicklung und die Anpassung an das Mikroklima des jeweiligen Standorts macht sie widerstandsfähiger gegen klimatische Einflüsse. Auch finanziell wirkt sich das für den Waldbesitzer natürlich aus, denn bei einer ausreichend aufkommenden Naturverjüngung muss weder gepflanzt werden, noch benötigt man Zäune oder andere teure Schutzmaßnahmen (z. B.: Einzelschutz). Kurzum, eine ausreichende Naturverjüngung aus klimatoleranten Baumarten hat ökologisch, wie ökonomisch nur Vorteile. Dies funktioniert allerdings nur bei angepassten Schalenwildbeständen. Eine waldfreundliche Jagd ist hier der ausschlaggebende Faktor.

Die Bayerische Forstverwaltung hat in ihr aktuelles Förderprogramm (WALDFÖPR 2018) erneut den Fördertatbestand „Naturverjüngung“ aufgenommen. Der Fördersatz beläuft sich auf 1.100€ (Laubbestand), bzw. 1.000 € (Mischbestand) pro Hektar.

Diese Förderung belohnt die Arbeit des Waldbesitzers, genauso wie das Engagement des Jägers.
„Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt!“

Markus Philipp
ÖJV Bayern e.V.