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Aktuell

ASP kommt näher – Schwarzwild intensivst bejagen!

ASP-Fälle in Polen sind jetzt nur noch 40 km von Brandenburg entfernt. Die Dramatik dieser Entwicklung ist beängstigend und die Jagd muss darauf reagieren. Auch wenn die großen Ausbreitungssprünge sicherlich durch den Verkehr bedingt sind, haben wir zur Vorsorge die Schwarzwildbestände zu minimieren, wo immer es geht. Die „Brötchenauffindetheorie“ (Niels Hahn) besagt nachvollziehbar, dass bei hohen Schwarzwilddichten infiziertes Material schneller und mit größerer Wahrscheinlichkeit gefunden wird. Auch ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit untereinander in dichten Schwarzwildbeständen höher.

Ich appelliere deshalb an alle, die Jagd auf Schwarzwild zu intensivieren!

Dr. W. Kornder
(1. Vorsitzender ÖJV Bayern)

Hier der Hinweis aus dem BMEL


Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Referat 323
02.12.2019
323-35212/0014
323-35211/0007

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Informationen zum Sachstand des ASP-Geschehens in Westpolen wird mit der Bitte um Kenntnisnahme übersandt:

Mit Datum von heute hat Polen weitere ASP-Fälle im Powiats Zielonogorski (sieben Fälle, acht Tiere) und Nowosolski (zwei Fälle, zwei Tiere) gemeldet. Diese Fälle sind näher an der deutschen Grenze als die bisherigen (siehe Karte in der Anlage 1); nach Angaben der KOM liegen diese nunmehr nur noch ca. 40 km von Deutschland entfernt. Polen wurde gebeten, nähere Informationen zu den vorgesehenen Maßnahmen zu übermitteln.
Die Gebietskulisse für Westpolen (siehe Anlage 2) wird erneut angepasst werden. 

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass noch in diesem Jahr eine gemeinsame deutsch-polnische Task Force-Sitzung unter Beteiligung der Anrainerländer in Berlin stattfinden soll. Die Vorbereitung und Terminabstimmung wird sich nach der Terminierung der ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehenen EUVet-Mission in Brandenburg und Sachsen richten, um Terminüberschneidungen zu vermeiden.

Über den weiteren Fortgang halten wir Sie auf dem Laufenden.

Rahmenplan Afrikanische Schweinepest

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Az. 46-G8750-2018/46-19

Sehr geehrte Damen und Herren,

die ASP breitet sich in Europa weiter in Richtung der Bundesrepublik Deutschland aus und die Gefahr der Einschleppung nach Deutschland ist damit deutlich gestiegen. Das Bayerische Umweltministerium intensiviert aktuell deshalb seine umfangreichen Präventionsmaßnahmen.

Ein wesentlicher Baustein des Maßnahmenpakets ist dabei der „ Rahmenplan Afrikanische Schweinepest“ . Um unsere Behörden vor Ort bestmöglich auf einen möglichen ASP-Ausbruch vorzubereiten, haben wir diesen neu aufgelegt und an die aktuelle Seuchenlage angepasst.

Die Neuauflage bündelt alle notwendigen Informationen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der ASP und gibt das erforderliche rechtliche und technische Werkzeug an die Hand, um die von der EU geforderten Bekämpfungsmaßnahmen schnellstmöglich und effektiv veranlassen zu können. Hier sind insbesondere die Festlegung der erforderlichen Restriktionszonen und die Organisation und Durchführung jagdlicher Maßnahmen wie z.B. die gezielte Suche nach Fallwild oder die verstärkte Bejagung von Wildschweinen sowie die Untersagung der Jagd im betroffenen Gebiet zu nennen.

Daneben enthält der Rahmenplan Hinweise und Dokumente zur Umsetzung der europarechtlichen Vorgaben für den Handel mit Schweinen und Schweinefleischprodukten im Falle eines ASP-Ausbruchs.

Der Rahmenplan sowie wichtige Informationen sind auf der Internetseite des StMUV unter dem Schlagwort „Afrikanische Schweinepest“ allgemein zugänglich veröffentlicht (https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krank-heiten/asp/index.htm).

Mit dem Rahmenplan ist ein bayernweit koordiniertes, schnelles und zielgerichtetes Vorgehen sowie eine enge Zusammenarbeit von Behörden, Tierärzten, Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Jägern und Verbänden sichergestellt.

Eine effektive ASP-Prävention und -Bekämpfung kann aber nur im engen Schulterschluss und unter Nutzung aller verfügbaren Ressourcen gelingen. Wir bitten Sie deshalb alle um Ihre Unterstützung und Mitarbeit bei der Prävention und - im Fall der Fälle –  bei der Bekämpfung der Seuche.