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Aktuell

Aktuelle Lage:  ASP-Ausbruch in West-Polen

Aktuelle Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Sehr geehrte Damen und Herren,

das BMEL hat darüber informiert, dass Polen am 30. und 31.12.2019 acht weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in West-Polen amtlich bestätigt hat. Die Zahl der Ausbrüche bei Wildschweinen im aktuellen Geschehen ist damit auf 79 angestiegen.

Zwei dieser acht Fälle liegen süd-westlich der bisherigen positiven Fälle und sind nur noch 32 km von der Grenze zu Brandenburg bzw. 21 km zur Grenze zu Sachsen entfernt (siehe Anlage Kartenübersicht).

Das ASP-Geschehen in West-Polen ist somit seit dem ersten positiven Nachweis (15.11.2019, Lage  80 km zur Grenze Deutschland) innerhalb von sechs Wochen 60 km nach Westen in Richtung deutscher Grenze gewandert.

Hinsichtlich eines zwischen Polen und Deutschland abgestimmten weiteren Vorgehens wurde bei einer ersten Sitzung der polnisch-deutschen task force u.a. folgende Punkte vereinbart:

• Auf beiden Seiten der Grenze sollte in einer Zone von ca. 15 km die Jagd so ausgeübt werden, dass dadurch keine Intensivierung der Wildschweinbewegungen herbeigeführt wird (z. B. Fallenjagd, Ansitzjagd). Aspekte einer gemeinsamen Jagdstrategie sollen unter Berücksichtigung der nationalen Rechtsvorgaben und Bedingungen weiter ausgearbeitet werden.

• Informationen über Ausbruchsfälle sollen zwischen den lokalen Behörden direkt ausgetauscht werden, noch bevor die offiziellen Meldungen Polens erfolgen, so dass Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden können.

Über den weiteren Fortgang werden wir Sie informieren.

Der wichtige Informationen zu ASP sowie der bayerische Rahmenplan sind auf der Internetseite des StMUV unter dem Schlagwort „Afrikanische Schweinepest“ allgemein zugänglich veröffentlicht (https://www.stmuv.bayern.de).

Mit dem Rahmenplan ist ein bayernweit koordiniertes, schnelles und zielgerichtetes Vorgehen sowie eine enge Zusammenarbeit von Behörden, Tierärzten, Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Jägern und Verbänden sichergestellt.

Eine effektive ASP-Prävention und -Bekämpfung kann aber nur im engen Schulterschluss und unter Nutzung aller verfügbaren Ressourcen gelingen. Wir bitten Sie deshalb alle um Ihre Unterstützung und Mitarbeit bei der Prävention und - im Fall der Fälle –  bei der Bekämpfung der Seuche.