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Aktuell

16. September 2020

ASP in Brandenburg - weitere Fälle

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Az. 46c-G8750-2020/17-9

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir nehmen Bezug auf unsere Mitteilung vom 10.09.2020, Az. 46b-G8750-2020/17-3, und teilen Ihnen aus aktuellem Anlass Folgendes mit:

Brandenburg hat soeben bestätigt, dass 5 weitere tote Wildschweine gefunden wurden,  die im Landeslabor positiv auf ASP-Virus untersucht wurden. Die Proben wurden zur Bestätigung an das FLI gesendet.
Die Tiere wurden außerhalb des festgelegten Kerngebiets um den ersten Fundort (3 km) aber innerhalb des gefährdeten Gebietes in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle gefunden.

Im Gefährdeten Gebiet (Radius ca. 15 Kilometer) gelten folgende Maßnahmen zur Feststellung der Verbreitung und Verhinderung der weiteren Ausbreitung:

  •  Jagdverbot für alle Tierarten, um möglicherweise infiziertes Schwarzwild nicht unnötig aufzuschrecken
  • Intensive Fallwildsuche durch geschultes Personal und unter Beteiligung von ortsansässigen Jägern
  • Bergung und unschädliche Beseitigung aller Wildschweinkadavern unter hygienischen Bedingungen; dafür werden vor Ort Sammelstellen für Fallwild und Unfallwild aufgestellt
  • Überprüfung der schweinehaltenden Betriebe hinsichtlich der Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen
  • Prüfung vorläufiger Nutzungsbeschränkungen für land- und forstwirtschaftlichen Flächen (Ernteverbot für Maisfelder)
  • Untersagung von Veranstaltungen mit Schweinen
  • Ermittlung von Jägern, die auch Schweinehalter sind
  • Information und Schulung von Jägern
  • Einrichtung einer Kernzone im gefährdeten Gebiet und deren Abgrenzung


 Mit freundlichen Grüßen
 
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat 46 - Tierseuchen