Newsletter

Aktuell

26. Oktober 2020

Fünf Spürnasen traten zur Abschlussprüfung an

Auch heuer veranstaltete die Kreisgruppe Altötting-Mühldorf des Ökologischen Jagdverbandes wieder eine Brauchbarkeitsprüfung zur Nachsuche. Fünf Hunde bestanden die Prüfung.


Unter Nachsuche versteht der Jäger die Suche nach Wildtieren, die nach dem Schuss nicht gleich an Ort und Stelle liegen oder bei Wildunfällen noch weiter flüchten. Ein altes Sprichwort „Jagd ohne Hund ist Schund“ stellt daher keine eine alte, plumpe Wirtshausweisheit dar, sondern bildet auch heute noch einen der Grundsteine tierschutzgerechten Jagens.

Sieben Übungstage an denen den Hundeführern das Rüstzeug für die erfolgreiche Ausbildung ihrer Hunde mitgegeben wurde, standen im Vorfeld der Prüfung. Auch heuer konnte die Prüfung dankenswerter Weise im Forstrevier Alzgern des Forstbetriebes Wasserburg stattfinden. Die Waldflächen garantierten für alle Prüflinge dieselben Voraussetzungen. Während 2019 nur vier von fünf Hunden bestanden, konnten 2020 alle fünf „Gespanne“ (Hund und Hundeführer) das nach einer 400m langen Übernacht-Fährte mit mindestens drei Richtungswechseln platzierte Reh finden. Neben dem allgemeinen Gehorsam und Sozialverhalten wurde zudem auch das Verhalten beim Schuss und bei einer simulierten Jagd geprüft.

Neben Kleinem Münsterländer und Dachsbracke waren auch jagdliche Mischlingshunde ohne Papiere am Start. Während andere Vereine diese Hunde nicht prüfen würden, zeigte sich auch hier, dass diese Hunde ebenso für den geprüften Zweck, die Nachsuche auf Schalenwild, brauchbar sind.
Sichtlich erleichtert waren die Hundeführer als alles vorbei war. Der entfernteste Prüfling kam aus dem Raum Ansbach. Aber auch nach der bestandenen Prüfung ist es nicht vorbei: Übung macht den Meister! Dabei müsse nicht nur der Hund üben, sondern auch sein zweibeiniger Hundeführer. Den Hund bei der Arbeit „lesen“ zu lernen erfordert viele gemeinsame Erfahrungen. Letztlich muss der Mensch seinem Vierbeiner vertrauen, denn dieser hat stets die bessere Spürnase.


Organisator Ulrich Haizinger kündigt auch für 2021 wieder eine Hundeprüfung an, denn die Warteliste sei groß.

Ulrich Haizinger

(Stellv. Vorsitzender ÖJV Bayern)

Teilnehmer der Prüfung von links: Franz Prinz mit Lucky, Robert Genthner mit Pares, Wolfgang Herche mit Max, Stefan Herbst mit Bare und Florian Kugler mit Ginni