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Gelungene Premiere der 1000 Meter ÖJV-Fährtenschuhprüfung

© ÖJV Bayern / Katharina Kaminsky
© ÖJV Bayern / Katharina Kaminsky

Nach einem knapp halbjährigen Vorlauf war es am Samstag, dem 3. Oktober 2015, endlich soweit: Die erste ÖJV Fährtenschuhprüfung hatte ihre Premiere. Bei besten Prüfungsbedingungen machten sich vier Teams auf die Fährte. Zwei Teams standen noch auf der Warteliste, konnten aber nicht mehr berücksichtigt werden.

Geprüft wurde nach der neuen Prüfungsordnung für die ÖJV-Fährtenschuhprüfung.
Dabei musste eine mindestens 12 Stunden alte 1000m lange Fährte gearbeitet werden. In der Fährte wurden drei Haken und zwei Wundbetten eingebaut. Das Prüfungsgelände, das uns freundlicherweise der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten zur Verfügung stellte, hatte einiges für die Gespanne zu bieten. Suhlen, Beerengestrüpp, steile Hänge und jede Menge Verleitungen, alles war auf den 1000m geboten. Nachdem die Fährten ausgelost waren, ging es sofort lost. Schon beim ersten Gespann zeigte sich, wie intensiv sich die Gespanne auf den Prüfungstag vorbereitet hatten. Den drei Prüfern, Peter Marx, Norbert Gall und Uwe Köberlein, ging das Herz auf, als sie sahen, mit welcher Ruhe und Genauigkeit der Schwarzwälder Schweißhund die wahrlich nicht einfache Fährte ohne Abruf in knapp 20 Minuten arbeitete. Selbst frisch besuchte Suhlen konnten das Team nicht von dessen Weg abbringen. Hier war ein Team an der Arbeit, das nicht nur optimal vorbereitet war, sondern auch bestens harmonierte. Es ist schon toll und für Menschen nur schwer nachvollziehbar, welche  gigantischen Fähigkeiten hierbei Hunde an den Tag legen. Dass die Prüfung sich nicht auf reine Schweisshunde reduzierte, zeigt sich an den weiteren teilnehmenden Hunden. Neben einem Wälder-Dackel stellten sich auch noch ein Kleiner Münsterländer und eine Weimaraner Hündin der Prüfung. Die Gespanne waren nicht nur in der Fährtenarbeit gut vorbereitet, nein auch körperlich stimmten die Voraussetzungen für die 1000m Strecke. War es denn einem Hundeführer einmal zu anstrengend, so baute er eben mit seinem Hund eine kleine Pause ein, was bei einer Zeitvorgabe von zwei Stunden problemlos möglich war.

Berechtigter Stolz war den Hundeführerinnen und -führern anzusehen, als die meisten von ihnen letztendlich dann am Stück ankamen. Von den vier angetreten Teams konnten drei die Prüfung bestehen, ein Gespann wird es im nächsten Jahr nochmals versuchen.
Als Fazit sprachen alle Teilnehmer von einer nicht einfachen und anspruchsvollen Prüfung, die sehr viel Vorbereitung seitens der Gespanne forderte, aber auch von einer sehr gut vorbereiteten Prüfung durch die ÖJV-Verantwortlichen.
Ein Schwerpunkt des Arbeitskreises Hunde des ÖJV Bayern wurde bei dieser Prüfung wieder eindrucksvoll demonstriert, die Arbeit des Hundes nach dem Schuss, die Nachsuche, um möglichst sicher und schnell an ein verletztes oder angeschossenes Wild zu gelangen.
Die faszinierende Arbeit der Hunde bewies zum wiederholten Male die alte Weisheit, dass Jagd ohne Hund Schund ist.

Uwe Köberlein