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Brauchbarkeit - Nachsuche in Brunnau bei sommerlichen Temperaturen!

In unserem Ausbildungsrevier in Brunnau, das von Uwe und Marion Köberlein und Dr. Wolfgang Kornder gepachtet ist, finden neben den Ausbildungskursen immer wieder Hundeprüfungen statt, so auch am 7. Mai 2016 – allerdings bei sommerlichen Temperaturen, was es den Hunden nicht leicht machte.

Um es vorweg zu nehmen: Von acht Gespannen bestanden die Fährtenprüfung nur vier! Da wir mit zwei Modulen arbeiten, Schweiß- und Gehorsamsmodul, kann Letzteres auch nach nicht bestandener Fährtenprüfung abgelegt werden. Einer der betreffenden Hunde absolvierte dieses Modul denn auch mit Bravur, die anderen traten leider nicht mehr an. Die Brauchbarkeitsprüfung bestanden damit vier Gespanne.

Um vor allem die Fährtenprüfung nicht in den heißen Nachmittag hineinzuziehen, arbeiteten wir mit zwei Prüfergruppen mit je drei Prüfern. Diesmal waren allesamt „alte Hasen“ dabei, die bereits viel Erfahrung im Prüfungswesen mitbrachten: Hans Webersberger, Wolfgang Distler, Peter Marx, Norbert Gall, Uwe Köberlein und meine Wenigkeit. Die Fährtenarbeit ist nicht bestanden, wenn drei Abrufe erfolgen müssen. Ein sehr erfahrener Führer beendete von sich aus die Prüfung, da einer seiner beiden Hunde – der andere hat bestanden – an diesem Tag einfach nicht konzentriert bei der Sache war. Auch so etwas kann vorkommen; Hunde sind keine Maschinen. Ein Kompliment an den Führer!

Unsere Hundegruppe ist mit Engagement dabei und wir sind uns einig, dass die Hundeausbildung und –prüfung ein wichtiger Baustein im ÖJV ist. Dennoch soll nicht verhehlt erden, dass dies durchaus auch Belastungen mit sich bringt: man muss sich den Tag frei halten, tags zuvor müssen acht Fährten sauber gelegt, markiert und aufgezeichnet werden. Die Anmeldung mit den entsprechenden Daten und mit der Entscheidung für eine reine Schweißfährte oder eine mit dem Fährtenschuh müssen sauber abgefragt, die Prüfungsunterlagen archiviert und die Urkunden vorbereitet sein. Bei zwei Gruppen müssen zwei Rehe organisiert werden. Für dieses Engagement darf ich von daher herzlich danken: einmal den oben genannten Prüfern, dann unserer Geschäftsstellenbetreuerin Birgit Eitner und beim Gesamtkoordinator Uwe Köberlein. Letzterer hat die Hauptverantwortung getragen und wie immer alles bestens organisiert – dafür einem ganz besonderer Dank!

Da der Bereich „Hunde“ auch eine Prüfungsfach in der Jägerprüfung ist, haben wir den Jägerausbildungskurs der FBG´s Rothenburg und Feuchtwangen zur Prüfung mit eingeladen. Die angehenden Jäger sollen neben der Theorie die Prüfungsarbeit ganz praktisch kennen lernen. Mit Zustimmung des jeweiligen Prüflings können diese in angemessener Entfernung hinter den Prüfern die Fährtenarbeit mit verfolgen. Zudem hatten wir mit den Jägerprüflingen bei der Simulation einer Treibjagd fast realistische Verhältnisse!

Die Prüfung klang mit dem Überreichen der Urkunden in einem Biergarten in Eichelberg aus. Zumindest dafür passte der Sonnenschein bestens.

Dr. Wolfgang Kornder
(Prüfer und Vorsitzender ÖJV Bayern)