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Niemals möchte ich es wagen, ohne guten Hund zu jagen...

Der Vorbereitungskurs zur „Brauchbarkeitsprüfung – Nachsuche“ hat   am 04.02.2017 unter der Leitung von Andrea Kühne mit HelferInnen begonnen.

Es haben  sich 10 Gespanne zum Kurs angemeldet

Der Kurs ist bunt gemischt – sowohl von den Hunden, HundeführerInnen als auch vom  Ausbildungsniveau:

Es nehmen erfahrene Hundeführer/Innen und Erstlingsführer teil.

Hinzukommen sehr verschiedene Hunde: zwei Kleine Münsterländer, zwei Bayerische Gebirgsschweißhunde-Dachsbracken.-Mischlinge, ein Border-Terrier, ein Heideterrier,  eine Dachsbracke, ein Bayerischer Gebirgsschweißhund , ein Hannoverscher Schweißhund und ein Deutscher Wachtelhund.

Durch die Vielfalt ist garantiert, dass es ein abwechslungsreicher Kurs wird.

Einigkeit besteht hinsichtlich des  Ziels: Die Prüfung am 13.05.2017 zu bestehen!

Vom Treffpunkt in Brunnau sind die TeilnehmerInnen  ins ÖJV-Ausbildungsrevier gefahren.

Dort angekommen haben die Gespanne - teils ziemlich nervös und aufgeregt -  den ersten kleinen „Einstiegstest“ im Gehorsam  gemeistert.
Ziel war, festzustellen, auf welchem Niveau die Gespanne sind. Je nach Leistungsstand wird der weitere Ausbildungsplan gestaltet.

Danach folgten Grundübungen im Gehorsam, die vor allem zum Ziel hatten,

  • rechtzeitig (Timing!)
  • über Körpersprache und
  • richtige Positionierung zum Hund  (T-Stellung/Abdrängen /Imponieren des Hundeführers als Korrektur und soziale  Annäherung,/ Wegarbeiten vom Hund als Motivation)

die Grundzüge der Leinenführigkeit zu erarbeiten.

Für viele TeilnehmerInnen ein ungewohnter Bewegungsablauf. Die Hunde gaben ein gutes Feedback, ob  sich ihr Mensch in der ureigenen Sprache des Hundes verständlich machen konnte.

Andrea Kühne hat mit ihrem Deutschen Jagdterrier „Pikus“ die Übungen – wie immer in den Kursen – vorgeführt.  Ihr zwischenzeitlich schon legendäres, motivierendes  „Piiiiiikus“  zum Abruf hallte  durch den Wald, gefolgt von „jeyjeyjey“, welches  das schnelle Herkommen stimmlich unterstützte und Pikus noch mehr anspornte, zu ihr zu rennen.

Nachvollziehbar, dass die Teilnehmer/Innen , die dies noch nicht erlebt hatten, zunächst verwundert guckten.
Sie mussten sich teilweise sehr stark überwinden, um ihre Stimme ebenfalls motivierend einzusetzen und den Hund zu ermuntern, dadurch sehr gerne zu ihnen zu kommen.

Dabei konnten sie aber bereits bei den ersten Trainingseinheiten lernen wie vielfältig ihre Stimme einsetzbar ist: von der arroganten Rückmeldung über ein ruhiges und/oder schmeichelndes bis hin zu einem aufpeitschenden  Lob! Je nach Situation das richtige finden, das den Hund begeistert, aber nicht zu Fehlern veranlasst ist die Aufgabe.

Anschließend hielt Andrea Kühne noch einen Vortrag mit Videopräsentation über die Grundzüge der Schweißarbeit, und  wie sich Fährtengerüche zusammensetzen. Weitere Themen waren was leitet den Hund beim Suchen (Bodenverletzung, Gerüche in der Luft usw.),  die Erläuterung der Nasenleistung des Hundes, die hohe körperliche Belastung beim konzentrierten Suchen und, wie ein Hund in die Lage versetzt wird, Gerüche zu erschnüffeln und zu verwerten.

Beim zweiten Trainingstermin wurden nach vertiefenden Gehorsamsübungen  die ersten Schweißfährten gelegt und gearbeitet.

Es zeigte sich, dass alle Hunde im Endergebnis sehr schnell verstanden haben, worum es geht. Es kann gut auf die gezeigten Arbeiten aufgebaut werden.

Bei der dritten Trainingseinheit wurden auch die HundeführerInnen nach der Leinenführigkeit (mit stärkerer Ablenkung), diversen Praxistipps für die Prüfung und  Schussfestigkeitsübungen nochmals stark gefordert:

Eine erste Blickkontaktübung!
Es ging bei den Hundeführern um Timing, Konzentration, Frustrationstoleranz und Koordination – bei den Hunden um Frustrationstoleranz, Mit“denken“ und Blickkontakt. Wissenschaftlich ausgedrückt: Vermittlung des Premack-Prinzips: Umwege führen zum Erfolg und machen Spaß!

Ein Spiel, das den Hund lehrt, seinen Menschen durch Blickkontakt zu fragen. Denn merke: Wer den Blick des Hundes hat, hat den Hund!

Neugierig geworden, wie das geht? Sehen Sie doch mal unter  www.teampassion.de „Kooperation mit dem Jagdhund“ Teil 4, Übung 2  „Schmetterlingsübung“ nach.

Die Gruppe wird sicher zusammenwachsen und viel Spaß beim weiteren Training haben.

ÖJV Bayern