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Start in die Prüfungssaison für Jagdhunde

Mit dem Start in den Mai begann auch der AK Hunde des ÖJV – Bayern wieder mit seinen Hundeprüfungen. Wie immer starteten die ersten Prüfungen zur Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Schalenwild in Brunnau bei Allersberg. Bei bestem Prüfungswetter gingen nach der Auslosung der Fährten die ersten Gespanne auf die 400m lange, mit zwei Haken versehene Prüfungsfährte. Es zeigte sich, dass sich Hundeführer mit nur wenigen Übungsfährten schwer taten, die anspruchsvolle Schweißarbeit erfolgreich absolvieren zu können. Die erfolgreichen Gespanne absolvierten zwischen 30 und 40 Übungsfährten, ehe sie sich für die Prüfung anmeldeten. Der alte Lehrsatz, „Schweißarbeit ist Fleißarbeit“ wurde dadurch wieder in beeindruckender Art und Weise unterstrichen.

Auch bei der nächsten Prüfung, eine Woche später, zeigte sich ein vergleichbares Bild. An dieser Prüfung nahmen auch die Hundeführerinnen und Hundeführer des ÖJV – Vorbereitungskurses teil und meisterten großteils diese Prüfung. Zu verdanken haben sie dies vor allem auch ihrer fachkundigen und engagierten Ausbilderin, Andrea Kühne, die mit viel Herzblut in den Wochen vorher mit den Hunden und vor allem mit den Führern arbeitete.
Unter den strengen Augen der Prüfer, die beim ÖJV – Bayern ausnahmslos erfahrene Hundeführer sind, machten sich dann die Gespanne bei beiden Prüfungen über das Modul „Gehorsam“. Erfahrungsgemäß ist hierbei den meisten Prüflingen schon ein Stein vom Herzen gefallen, da die Schweißarbeit dann schon (erfolgreich) beendet wurde. Bei allen Prüfungen ist immer wieder zu erkennen, dass Hunde, die die Fährte überzeugend ausarbeiteten auch im Gehorsamsteil eine souveräne Leistung zeigten und die These belegen, dass Gehorsam die Basis für die Schweißarbeit darstellt.

Insgesamt wurden an den beiden Prüfungen siebzehn Hunde geprüft, wobei sechs Hundeführer nicht das begehrte Prüfungszeugnis erhalten konnten. Sie haben aufgrund unseres Modulsystems aber die Möglichkeit, das nicht bestandene Modul nachzuholen. Das bestandene Modul muss dann nicht mehr absolviert werden.

Der ÖJV – Bayern führt jetzt schon seit einigen Jahren Brauchbarkeitsprüfungen durch, die auch für Hunde ohne Ahnentafel offen sind. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die Anzahl der Hundeführer, die mit Ahnentafel an unserer Prüfung teilnehmen immer mehr wird. Dabei unterliegt die Prüfungsordnung des ÖJV – Bayern einer ständigen Evaluation, ohne aber die Grundvoraussetzungen zu ändern. Für den ÖJV – Bayern ist es wichtig, brauchbare Hunde für den Einsatz auf der Jagd zu prüfen, und dies auch ohne Ahnentafel. Das dabei verwendete Modulsystem kommt den Prüflingen entgegen, da ein einmal erfolgreich absolviertes Modul bei einer weiteren Prüfung anerkannt wird.

Im Spätsommer und im Herbst finden die nächsten Prüfungen, dann mit einer geänderten Prüfungsordnung statt.

Uwe Köberlein

 

Termine im Hundewesen