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Herbstprüfungen des AK Hunde im ÖJV Bayern

Schon fast traditionell fanden in den vergangenen Wochen Hundeprüfungen im ÖJV - Bayern statt.
Begonnen wurde mit den Prüfungen am 3. Oktober, an dem die 1000m Fährtenschuhprüfung im Schussbachwald bei Bad Windsheim auf dem Programm stand. An diesem Tag wurde neben dieser Prüfung auch eine Brauchbarkeitsprüfung zur Nachsuche auf Schalenwild, die sogenannten eingeschränkte Brauchbarkeit durchgeführt.

Bei gutem Prüfungswetter konnte der erfahrene Hundeführer, der eigens aus Rheinland - Pfalz zur Prüfung anreiste, mit seinem BGS ohne Ahnentafel eine sehr gute Fährtenarbeit ablegen. Aus den allseits bekannten, wahrlich nicht mehr zeitgemäßen Gründen, ist es dem toll eingearbeiteten Gespann nicht möglich weitere Prüfungen abzulegen. Die weiteren Gespanne, die die eingeschränkte Brauchbarkeit absolvierten, konnten leider nicht ebenso überzeugen. Hier zeigte sich, dass die Übung den Meister macht, vollkommen unabhängig, um welche Rasse es dabei geht. So konnte ein Hannoverscher Schweißhund die Prüfung nicht erfolgreich absolvieren, da er auf der Schweißfährte dreimal abgerufen werden musste. Hier wurde eindeutig zu wenig gearbeitet, was man sowohl der Führerin als auch dem Hund anmerkte. Der Prüfungsleiter und Sprecher des Arbeitskreises Hunde, Norbert Gall, bemühte sich wahrlich faire Fährten am Tag vorher zu legen, aber in diesem Fall hatte das Gespann viel zu wenig Übungsfährten im Vorfeld absolviert.

Ende Oktober stand dann die Allgemeine Brauchbarkeit im Revier von Kai Evers  in Egenhausen auf dem Programm. Fünf sehr gut ausgebildete und jagderfahrene Hunde konnten dabei  den Prüfern ihr Können demonstrieren.

Hervorzuheben ist die Leistung eines BGS, der neben einer gelungenen Schweißarbeit auch eine Wasserarbeit zeigte, die ihresgleichen sucht. Die bekannte Wasserscheue dieser Rasse war hier wahrlich nicht vorhanden. Aber auch alle anderen Hunde zeigten in den übrigen Prüfungsfächern durchwegs ansprechende Leistungen. Hier waren Gespanne am Werk, die auch zusammen jagen gehen und dies nicht nur auf Prüfungen zeigen. Besonderer Dank hier auch an die Helfer um Hans Webersberger, die bei den verschiedenen Schleppen genauso unterstützten wie beim Legen der Tagfährten.

Den vorläufigen Abschluss bildete dann eine Stöberprüfung im Rahmen einer Bewegungsjagd auf Schalenwild in Brunnau. Hier nahmen ein Heideterrier und eine Savebracke mit ihren Hundeführern teil. Aufmerksam verfolgten die Prüfer die Arbeit der Hunde am Garmin - Handgerät und sammelten Informationen von den anderen Jagdteilnehmern ein, sodass man sich am Ende ein reelles Bild über die Prüfungshunde machen konnte. Manch erfahrenem Jäger ging das Herz auf, als er die Bracke am Rehwild jagen sah. Spurlaut, eine entsprechende Distanz zum Wild, auch das macht eine verantwortungsbewusste Jagd mit Hunden aus.

Dem ÖJV ist es wichtig, Stöberprüfungen so realistisch wie möglich durchzuführen, dass die Prüfer die Hunde sehen und hören um sich dann mit den Daten der Garmin - Geräte abschließend ein Urteil zu bilden.

Kurz vor Weihnachten wurde noch eine weitere Stöberprüfung mit sieben Hunden im Rahmen einer Bewegungsjagd durchgeführt, die dann auch den Abschluss des Prüfungsjahres im ÖJV bildete.