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ÖJV-Prüfer auf der richtigen Fährte

Am 13 Juni 2015 führte der Arbeitskreis Hunde des ÖJV – Bayern eine Fortbildung für Prüferinnen und Prüfer, die überwiegend aus ganz Franken angereist waren, durch.  Lehrgangsort war dabei der Schussbachwald in der Nähe von Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim.
Schwerpunkt war das Legen von Prüfungsfährten im Rahmen der Brauchbarkeitsprüfungen, sodass bayernweit eine noch einheitlichere Linie im Legen der Prüfungsfährten umgesetzt werden kann.

Unter der fachkundigen Leitung von Norbert Gall, langjähriger Hundeführer und -prüfer wurden alle Bestandteile einer Prüfungsfährte angesprochen, praktisch demonstriert und auch diskutiert. Angefangen vom richtigen Markieren des Anschusses, über das Kennzeichnen der Fährte bis zum Ablegen am Stück wurden gemeinsame Vorgehensweisen abgestimmt.

Basis des Fährtenlegens ist immer die Tatsache, dass der Fährtenleger genau den Verlauf der Fährte kennt und auch beim Arbeiten der Prüfungsfährte anwesend ist. Ergänzt werden muss dies durch eine Skizze über den Fährtenverlauf.
Auf Grundlage der Prüfungsordnung wurden auch die unterschiedlichen Möglichkeiten des Legens einer Fährte durchgespielt.
Tupfen oder Spritzen von  250 ml Schweiß stellt eine Möglichkeit dar, der Fährtenschuh mit 1/10 Liter Schweiß eine weitere. Bei dieser Methode wird auch im Anschuss ein Schalenabdruck mit Schweiß hinterlassen, der dem Prüfling auch deutlich gezeigt wird.
Einig war man sich ebenfalls, dass dem Prüfling am Anschuss deutlich die Fluchtrichtung des Stücks zu zeigen ist. Nach der Bestätigung durch den Hundeführer beginnen dieser und sein Hund mit der Riemenarbeit.
Immer wieder brachten die TeilnehmerInnen Beispiele aus der Praxis und sorgten so für einen praxisorientierten Meinungsaustausch.

Unser Dank gilt Norbert Gall, der neben einem schriftlichen Leitfaden auch noch eine umfangreiche Sammlung an Material für die TeilnehmerInnen mitbrachte und einen äußerst  praxisorientierten Lehrgang bot, der die gemeinsame Linie bei den Prüfungen im ÖJV wieder ein großes Stück nach vorne brachte.

Uwe Köberlein