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Brauchbarkeitsprüfungen und Austausch

Treffen des ÖJV Bayern mit ÖJiS im Spessart

Am letzten Samstag im Juni (30. Juni 2012) trafen sich erstmals HundeführerInnen der AG Hunde des ÖJIS (Ökologisch Jagen im Saarland) mit Mitgliedern des Hundeskreises im ÖJV-Bayern. Im „schönsten Revier des bayerischen Spessarts“ wurde eine ÖJV–Brauchbarkeitsprüfung-Nachsuche durchgeführt.


In zwei Prüfgruppen wurden neun Hunde aus dem Saarland und zwei aus Bayern nach den Regularien des ÖJV Bayerns geprüft. Wie bei allen bisher durchgeführten Brauchbarkeitsprüfungen–Nachsuche des ÖJV-Bayern waren auch hier wieder Jagdhunde mit und ohne Papiere am Start. Nach einem ersten Kennenlernen am Abend zuvor, ging es am Samstag gleich richtig los:


Die Brauchbarkeitsprüfung-Nachsuche stand an und nach einer kurzen Schilderung des Prüfungsablaufs durch den ÖJV Bayern Vorsitzenden Dr. Wolfgang Kornder ging es, auch aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen, sofort auf die Fährten. Erstmals wurde dabei den TeilnehmerInnen freigestellt, ob sie eine mit dem Fährtenschuh getretene Fähre oder eine mit Schweiß gespritzte Fährte gehen möchten. Fünf Teams wählten den Fährtenschuh, die anderen die gespritzte Fährte.


Die erste Prüfergruppe arbeitete unter der Leitung von Dr. Kornder, während die andere unter der Führung von Jochen Raue stand. Die gezeigten Leistungen waren doch sehr unterschiedlich: Zog eine Schwarzwälder Bracke wie an der Schnur gezogen zum Stück, waren andere Gespanne etwas überfordert. Sie werden noch intensiver mit ihren Hunden arbeiten und im September, bei der nächsten Brauchbarkeitsprüfung wieder antreten.


In der nachfolgenden Prüfung der Gehorsamsfächer konnten viele Hunde überzeugen, als sie z.B. unter anderem mit durchhängender Leine ihrem Führer beim Umgehen der Bäume folgten oder auch auf ein Zeichen hin die Suche abbrachen und stoppten.


Die abschließende Prüfung der Schussfestigkeit stellte alle Hunde vor keine allzu großen Probleme. So konnte am Ende leider nur ein Teil der angetretenen Hunde das Prüfungszeugnis über die beiden bestandenen Module „Gehorsamsfächer“ und „Schweißarbeit“ von Prüfungsleiter Dr. Kornder in Empfang nehmen. Dabei betonte dieser auch, dass ein entsprechendes Prüfungsniveau unabdingbar ist.


Dr. Kornder dankte abschließend allen Prüfern und Helfern aus dem ÖJV Bayern, die an diesem hochsommerlichen Samstag auch der Hitze trotzen mussten. Beatrice Stalter, die Vorsitzende des ÖJIS hob ihrerseits ebenfalls das etwas ungewohnt hohe Prüfungsniveau hervor.  Zum Abschluss dieses ersten Zusammentreffens der beiden Vereine wurde von Beatrice Stalter und Andrea Kühne noch zwei interessante Referate über Kommunikation, Kooperation und Motivation bei Jagdhunden präsentiert. Ein gemütliches Zusammensein am Grill beschloss dieses interessante Treffen im Spessart.

Uwe Köberlein

Eindrücke von der Prüfung