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Schießnachweis „Medium“ in Bayern durchgeführt

Am Samstag den 27. September bot der bayerische Arbeitskreis (AK) Schießwesen zum ersten Mal die Absolvierung des Übungsnachweises „Medium“ an. 23 Teilnehmer waren mit ihren Büchsen zur Schießanlage „Bockenberg“ angereist, um an dieser fordernden Veranstaltung teilzunehmen.

Der Schießnachweis „Medium“ dient einerseits als Übungsbestätigung bei Gesellschaftsjagden, andererseits auch als ganz persönliche Kontrolle der eigenen Leistungsfähigkeit. Von dem im Winter 2014 das erste Mal im MSZU angeboten Nachweis „Basic“ unterscheidet sich diese mittlere Stufe mit höheren Trefferanforderungen und schärferen Zeitlimits. Dieser psychologische Druck ersetzt zwar nicht die Aufregung bei der echten Jagd, fordert und übt aber die Waffenhandhabung, damit diese dann beim jagdlichen Schuss um so sicherer sitzt.

Auf der Anlage „Bockenberg“ nahe Regensburg hatte der AK Schießwesen drei 100m-Bahnen, den 25m Stand und das Schießkino gebucht. Pro Stand waren mindestens 2 ÖJV-Aufsichten zugegen und es konnte in drei gleichgroßen Rotten geschossen werden. Auf zwei der 100m Bahnen ging es unter Zeitdruck um Präzision auf eine Ring- und eine Tierscheibe, ferner simulierte eine verkleinerte Rehscheibe die Distanz von 200 Metern Entfernung, 2 von 3 Treffern mussten hier in der Kammer des Tierbildes sitzen. Auf dem 25m Stand galt es einerseits, stehend freihändig 3 Kammertreffer zu erlangen, andererseits auf zwei nebeneinander gehängte Rehscheiben 2 Doubletten in je maximal 10 Sekunden anzubringen. Im Kino dann mussten 4 von 6 Schüssen im Leben von Wildschweinkörpern sitzen.

Während einige JägerInnen kaum Probleme mit den geforderten Treffern hatten, merkten andere, dass ihre Leistung noch nicht den Anforderungen entspricht. Die Zeitvorgabe von 10 Sekunden für 4 oder 2x2 Schüsse wurde fast immer unterboten; einige Ergebnisse des freihändigen Schießens auf 25m machten aber so manchen Schützen auf Übungsbedarf aufmerksam. Die auf allen drei Leistungsleveln grundlegende Disziplin, die sichere Handhabung der Waffe, wiesen alle Schützen nach, was besonders die Aufsichten sehr freute. Auch wenn am Schluss nicht alle Teilnehmer den Nachweis ausgehändigt bekamen gab es doch für die Idee und die Veranstaltung großes Lob.

„Schießen muss von uns Jägern geübt werden“, so ein weitangereister Teilnehmer, „und wenn etwas Spaß macht, trainiert man noch viel lieber. Ich habe heute viel Spaß gehabt!“ Der AK Schießwesen dankt dem Standbetreiber Herrn Obermeier, dessen Vertrauen und Unterstützung diese Veranstaltung ermöglicht haben. Die dritte Stufe, der Schießnachweis Professional, soll im ersten Halbjahr 2015 angeboten werden, dann wieder im MSZU Ulm.

tp

Der Arbeitskreis (AK) Schießwesen bittet noch einmal alle zukünftigen Teilnehmer darum, kurz vor einem so aufwendigen Event die Genauigkeit ihrer Waffen zu überprüfen. Ein paar Schützen merkten erst auf der Schießbahn, dass ihre Treffpunktlage nicht stimmte. Ebenso wird an die Einhaltung des Mindestkalibers von 6,5 Millimetern erinnert.