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Steigende Wildunfallschäden – 3000 Euro pro Reh

Ökologischer Jagdverein fordert höhere Abschuss-zahlen und -kontrolle

Ulsenheim, 16.6.2016


Bayern ist traurige Spitze: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Wildtieren liegt im bundesweiten Vergleich auf dem höchsten Niveau und steigt weiter. Um die steigenden Sachschäden und insbesondere die Gefährdung von Menschen zu vermindern, fordert Dr. Wolfgang Kornder, Vorsitzender des ÖJV Bayern, eine Erhöhung der Abschusszahlen und eine nachhaltige Kontrolle durch Jagdbehörden und Grundeigentümer.


Jedes Unfallreh kostet den Autofahrern knapp 3000 Euro
Deutschlandweit gab es 2012 rund 700 Wildunfälle täglich. 200 000 Wildtiere, in erster Linie Rehwild, verendeten bei Verkehrsunfällen. Über 2800 Menschen wurden 2015 bei Wildunfällen verletzt, 18 starben. Die Versicherungen erstatteten 2012 rund 583 Millionen Euro für Kaskoschäden. Die Verkehrsteilnehmer subventionieren also jedes nicht erlegte, verunfallte Reh mit knapp 3000 Euro. In Bayern ist inzwischen jeder fünfte Unfall ein Wildunfall, über 72.000 waren es 2015. Seit 2005 sind damit die Unfallzahlen um über 25 Prozent angestiegen.


Anstieg um 25 Prozent: Forstliches Gutachten zeigt Unfallschwerpunkte
Dabei gibt es neben der Unfallstatistik einen weiteren Anzeiger für potenzielle Unfallschwerpunkte: Das Forstliche Gutachten zur Verbisssituation im Wald zeigt die Brennpunkte. Stellen mit hohem Verbiss korrelieren mit hohen und weiter steigenden Unfallzahlen mit Wildtieren. Dieser hohe Verbiss und indirekt damit die Unfälle sollte über die Abschusspläne für Rehwild vermindert werden. Das seit Jahren bestehende Grunddilemma: Die Erfüllung der Abschusspläne wird kaum wirksam kontrolliert. Dem Engagement der Grundbesitzer als Jagdrechtsinhaber und Jagdgenossenschaften kommt hier auch im waldbaulichen Eigeninteresse besondere Bedeutung als Kontrollinstanz zu.



Abschusserhöhung und ggf. Körperlicher Nachweis  als Pflicht

Der Ökologische Jagdverein fordert deshalb Politik, Jagdbehörden und Grundbesitzer zu nachhaltigem Handeln auf:

  • Deutliche Anhebung der Abschusszahlen bei Rehwild
  • Die Grundeigentümer als Inhaber des Jagdrechts sollten sich für die Gesellschaft und im eigenen Interesse bei Erstellung und Vollzug der Abschusspläne intensiver einbringen
  • Körperlicher Nachweis des Abschusses, wenn trotz angeblicher Erfüllung der Abschusszahlen die Ergebnisse des Forstlichen Gutachtens weiter hohen Verbiss zeigen

Als körperlicher Nachweis können das erlegte Tier oder Teile davon wie etwa das linke Ohr dienen. Dieser Nachweis ist sicherlich ein erhöhter Aufwand für Jäger und Jagdverpächter, bei dem auch getrickst werden kann. Dafür bietet er einen Einstieg in eine nachhaltige Kontrolle, dass Abschüsse wirklich erfolgt sind und nicht einfach nur der Jagdbehörde gemeldet werden. Kontrolle ist nötig, wenn trotz gemeldeter Abschusserfüllung die Verbisssituation stagniert oder sogar schlechter wird und gleichzeitig die Unfallzahlen steigen.

Zu geringen Abschuss bestraft die Straße
Dr. Wolfgang Kornder erklärt: „Mit den steigenden Unfallzahlen ist die Erhöhung und dann die tatsächliche Umsetzung der Abschusspläne eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in erster Linie für uns Jäger.“ Kornder richtet seinen Appell insbesondere an Revierinhaber mit Revieren im roten Bereich beim Forstlichen Gutachten: „Zeigt mehr Interesse und Engagement an einer waldverträglichen Umsetzung der Abschusspläne. Wir Jäger können damit Sach- und Personenschäden wirksam verhindern. Und lieber holen wir uns wertvolles Wildbret, bevor die Straße den Abschuss erledigt. Und außerdem unterstützen wir damit unsere Waldbauern. Und zu guter Letzt tun wir damit etwas gegen den Klimawandel.“

Interviewanfragen an Dr. Kornder werden gerne beantwortet.

Bilder

Überfahrenes Reh 1
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Überfahrenes Reh 2
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Über den ÖJV

Der Ökologische Jagdverein (ÖJV) ist ein 1988 gegründeter Jagdverband, der sich der ökologischen Jagd verpflichtet hat. Der ÖJV reformiert aktiv das deutsche Jagdwesen und trägt dazu bei, dass die Jagd auch in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz findet. Der ÖJV Bayern ist der älteste von 16 Landesverbänden, die im Bundes-ÖJV organisiert sind.


Der ÖJV sieht die Jagd als eine legitime Form der nachhaltigen Naturnutzung an. Die Ökologie soll dabei als wertfreie Wissenschaft Grundlagen für die Jagd liefern, von der Waldbau, Natur-, Arten- und Tierschutz betroffen sind. Aufgabe der Jagd ist es, in der Kulturlandschaft ökologische und unzumutbare ökonomische Schäden zu verhindern und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen. Demzufolge müssen Reh-, Rot- und Gamswild wegen ihrer Schäden  im Wald oder das Schwarzwild wegen seiner Schäden in der Landwirtschaft oder Schalenwild reguliert und „angepasst“, wie das Jagdgesetzt formuliert, werden.


1.Vorsitzender des ÖJV Bayern ist Dr. Wolfgang Kornder aus Markt Nordheim.

Hintergrund / Quellen

Statistiken + Anschreiben des Innenministeriums   lesen

vom 10. Juni 2016
Az.: IC4-3609.3-84

Sehr geehrter Herr Dr. Kornder,
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 07.06.2016. Den beigefügten Übersichten können Sie die Entwicklung der Wildunfälle in Bayern und dem Regierungsbezirk Mittelfranken im Zeitraum 2011 – 2015 entnehmen.
Im Jahr 2015 verzeichneten wir bei den polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfällen mit Wild einen besonders starken Anstieg um 16,5 %. Vor allem in Nord- und Ostbayern sind massive Zunahmen feststellbar. Auch in Mittelfranken sind die Wildunfälle deutlich um 30,9 % angestiegen.
Die Gründe für diese Entwicklung sind sehr vielschichtig. Neben dem ständig wachsenden Verkehrsaufkommen und einer vermehrten Wildtierpopulation dürfte vor allem auch der vergangene Sommer mit örtlich äußerst geringen Niederschlagsmengen für den Anstieg ursächlich sein.
Die Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle mit Wild ist uns ein wichtiges Anliegen. Aktuell prüfen wir gemeinsam mit dem Bayerischen Jagdverband verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation. Wir sind überzeugt, dass es nur bei einem Schulterschluss der tangierten Behörden und Personen gelingen kann, die Wildunfälle in Bayern deutlich zu reduzieren. Dadurch könnte die Verkehrssicherheit erhöht, der volkswirtschaftliche Schaden durch die Unfälle verringert und das Wild vor Verkehrsunfällen geschützt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Nagl
Bayerisches Staatsministerium des
Innern, für Bau und Verkehr
Sachgebiet IC 4
Odeonsplatz 3
80539 München

Telefon: +49 (89) 2192-2524
E-Mail: stmi.polizeiverkehr@polizei.bayern.de



Statistik: Wildunfälle in Bayern 2011 – 2015   lesen



Statistik: Wildunfälle in Mittelfranken 2011 - 2015   lesen



Wildunfälle im Lkr. NEA 2014 - 2016 differenziert aufgelistet   lesen



Wildunfälle in Mittelfranken - Auflistung 2013-2015 nach Wildarten   lesen



Hothorn/Müller/Brandl – Studie TU München 2012   lesen

Risikoschätzung Wildunfälle in Bayern
Quelle: Risikoschätzung Wildunfälle in Bayern, Publikation: Torsten Hothorn, Roland Brandl und Jörg Müller. Large-scale model-based assessment of deer-vehicle collision risk. PLoS ONE, 2012

Unter www.statistik.lmu.de findet sich sowohl die Kritik des Bayerischen Jagdverbandes als auch die Entgegnung der Wissenschaftler.

Hothorn, Müller und Brandl schrieben 2012 in ihrer Bayernweiten Studie zu Wildunfällen: „Auf der Suche nach möglichen Erklärungen für das gehäufte Auftreten von Wildunfällen haben die Autoren der Studie das von ihnen berechnete Risiko mit der im Rahmen der bayernweit durchgeführten "Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung" erhobenen Intensität des Wildverbisses an jungen Bäumen verglichen. Es konnte gezeigt werden, daß hohe Risiken für Unfälle mit Wild in Gegenden auftreten, in denen auch ein hoher Anteil von jungen Bäumen durch Rehwild verbissen wird. Weiterhin zeigte sich ein positiver Zusammenhang des Risikos von Wildunfällen zur Anzahl der von Jägern erlegten Rehe. Diese Ergebnisse lassen den Schluß zu, daß das Risiko von Wildunfällen mit der Häufigkeit des Wildes ansteigt. Aus diesem Grund schlagen die Autoren vor, das standardisierte Wildunfallrisiko als indirektes und flächendeckend verfügbares Maß für die ansonsten nur äußerst schwer und aufwendig zu bestimmende Häufigkeit des Rehwildes zu verwenden. Das aus der Anzahl der Wildunfälle abgeleitete Risiko könnte den Autoren zufolge auch bei der gesetzlich vorgeschriebenen Abschlussplanung von Rehwild als wichtige und unabhängige Entscheidungshilfe eingesetzt werden.“



Anfrage im Bundestag 09.09.2014   lesen

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stephan Kühn (Dresden), Steffi Lemke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
- Drucksache 18/2403 - (09.09.2014) (pdf)

Daraus:

  • Alleine im Jahr 2012 ereigneten sich 258 000 Wildunfälle, bei denen häufig auch Menschen zu Schaden kamen.
  • Das sind täglich 700 Wildtierunfälle.
  • Über Teil- und Vollkaskoversicherungen mussten Leistungen in Höhe von 583 Mio. Euro erbracht werden. Damit liegen Wildunfälle auf dem zweiten Rang der teuersten Versicherungsfälle (www.gdv.de).
  • alljährlich kommen rund 200000 Wildtiere (überwiegend Rehwild, aber auch Wildschweine) ums Leben.
  • Für einige Wildtiere ist der Straßenverkehr die Todesursache Nummer eins (Wikipedia).
  • Zur Vermeidung von Unfällen mit Wildtieren werden vielfältige Maßnahmen angewandt und getestet: Absperrungen durch Wildschutzzäune, Haarsäcklein, CD-Blinker, ausbringbare Gerüche von Raubtieren (Duftzaun), Reflexionsfolien, Querungshilfen usw.

„Im Rahmen der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik 2013 wurden 2601 Straßenverkehrsunfälle mit der Unfallursache „Wild auf der Fahrbahn“ (ohne Aufschlüsselung nach Tierarten) erfasst.“ Dabei 2249 Unfälle mit Personenschaden.

2013 in Bayern:

  • Personenschäden 17,19,
  • Sachschäden 7,75 (Insg. 24,93) Millionen Euro.
  • Bayern ist damit mit Abstand am höchsten!


Anfrage im Bundestag 28.12.2015   lesen

Quelle: Entwicklung der Anzahl von Unfällen mit Wildtieren und Maßnahmen zu deren Vermeidung (pdf)
Schriftliche Anfrage (im Bundestag) Drucksache 18/7175 (28.12.2015)

„Vorbemerkung der Fragesteller
18 Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren ums Leben, 2 824 wurden zum Teil schwer verletzt. Mehr als 250 000 größere Wildtiere wie Rehe oder Wildscheine wurden dabei getötet. Und fast jeder zweite Autofahrer ist bereits mindestens einmal mit einem Wildtier kollidiert oder musste einem solchen ausweichen (ADAC Motorwelt 10/2015).
Für Autofahrerinnen und Autofahrer stellen querende Wildtiere eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Zugleich stellt das in Deutschland dicht gesponnene Straßen- und Schienennetz eine Zerschneidung von Lebensräumen wild lebender Tiere dar. In Gesprächen mit Vertretern von Jagdverbänden wurde den Fragenstellern immer wieder berichtet, dass an vielen stark befahrenen Verkehrswegen Wildtierwanderungen nicht mehr funktionieren und sich die Genpools auseinanderentwickeln.“

Daraus:

  • Im Rahmen der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik wurden im Jahre 2014 insgesamt 2 777 Unfälle unter der Beteiligung von Wild erfasst. Dies waren 2 429 „Unfälle mit Personenschaden“, 296 „Schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden i.e.S.“ und weitere 52 „Sonstige Unfälle mit Sachschaden unter dem Einfluss berauschender Mittel“. Die Anzahl der Wildunfälle wird in der Kategorie „Sonstige Unfälle mit Sachschaden“ (Bagatellunfälle) nicht detailliert erfasst. In dieser Kategorie befindet sich jedoch der weitaus größte Teil der Verkehrsunfälle mit Wild.

Die konkreten Zahlen sind den folgenden Tabellen zu entnehmen. „Sonstige Unfälle mit Sachschaden“ (Kategorie 5) werden in der amtlichen Unfallstatistik nicht detailliert erfasst.“
=> Bayern liegt an der Spitze!



Anfrage Bayerischer Landtag  
lesen

Quelle: MdL Ruth Müller - Drucksache 17-4159 - Wildunfälle - mit Anhängen (vom 6.11.2014)

Anfrage zu den Wildunfällen in Bayern 2010-2013:

„Antwort des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr Die Zahl der Wildunfälle ist im Jahr 2012 in Bayern um knapp 14 Prozent auf rund 63.500 angestiegen, nachdem sie in den Jahren zuvor nahezu konstant bei etwa 56.000 lag. Im Jahr 2013 ging die Zahl der Wildunfälle dann wieder leicht um 1 Prozent auf knapp 63.000 zurück. Der Rückgang der Wildunfälle setzt sich im Jahr 2014 fort. Bis Anfang Oktober ging die Zahl der Wildunfälle um weite-re 2 Prozent auf 46.258 zurück.
Die Höhe der polizeilich erfassten Schadenssumme bei Wildunfällen bewegte sich in Bayern in den vergangenen Jahren zwischen 2,2 und 2,4 Mio. Euro.
Der beigefügten Anlage*) sind die Wildunfälle und Schadenssummen der Jahre 2010 bis 2013 auf-geschlüsselt nach Bayern und den Regierungsbezirken zu entnehmen. Eine Erhebung weiterer Un-fallzahlen und Schadenssummen aufgeschlüsselt nach Landkreisen und kreisfreien Städten war in der Kürze der Zeit nicht möglich.
In über 70 Prozent der bayernweit aufgenommenen Wildunfälle handelt es sich um Zusammenstöße mit Schalenwild. Das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (StMI) geht deshalb davon aus, dass sich eine Absenkung der Schalenwildbestände positiv auf die Unfallstatistik aus-wirken würde. Wir erwarten uns davon eine spürbare Reduzierung der Wildunfälle.
In erster Linie wäre es der Auffassung des StMI nach wichtig, die vorhandenen Abschusspläne zu erfüllen, insbesondere wenn es sich bereits um Wildunfallhäufungsstellen (50 Wildunfälle auf 2.000 Meter Strecke mit Reh-, Damm- oder Schwarzwild in fünf Jahren) handelt.
Bei der Maßnahmenfindung sollte die Absenkung der Schalenwildbestände im Umfeld der Wildunfallhäufungsstelle als eine mögliche Option zur Verfügung stehen. Allerdings sehen wir keine zwingende Notwendigkeit, pauschal bayernweit die Abschusspläne zu ändern. Die Belastung durch Wildunfälle ist in den Regierungsbezirken sehr unterschiedlich. Ein erhöhtes Aufkommen der Wildunfälle war in den letzten Jahren vor allem im Regierungsbezirk Niederbayern feststellbar. …“ ((Seite 14 Bayerischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/4159)

Des Weiteren finden sich dort Statistiken zur Zahl der Wildunfälle und der Schadenssummen.



Bericht Münchner Merkur vom 05.11.2015   lesen

Quelle: Rekordzahlen bei Wildunfällen in Bayern (MM 5.11.2013)

München - Trauriger Rekord: Jeder fünfte Unfall in Bayern ist ein Wildunfall. Tendenz steigend.

  • Fast jeder fünfte Unfall in Bayern ist inzwischen ein Wildunfall (steigende Tendenz)
  • Bis Ende September 2015 bereits 47 257 Wildunfälle mit 406 Verletzten und einem Toten. (Anstieg um 14% zum Vorjahr)
  • Größte Gefahr im Herbst und im Frühjahr bei Dämmerung - auch außerhalb der Wälder.
  • Ursachenforschung soll intensiviert werden.


Bericht Süddeutsche Zeitung vom 14. Mai 2015   lesen
Quelle: Zahl der Unfälle steigt drastisch (Christian Sebald)

  • Gut 63 000 polizeilich aufgenommene Wildunfälle im Jahr auf (15 000 oder fast ein Viertel mehr als vor zehn Jahren).
  • Wenigstens ein oder zwei Menschen sterben im Freistaat pro Jahr bei Wildunfällen,
  • 500 bis 600 werden verletzt.
  • Die Sachschäden gehen in die Millionen.
  • Ungefähr 38 000 der aufgenommenen Wildunfälle - das sind deutlich mehr als die Hälfte - sind Zusammenstöße mit Rehen. Ihre Zahl ist binnen Zehnjahresfrist ebenfalls um etwa 25 Prozent angestiegen.
  • Hinweis auf die Müller-Hothorn-Brandl-Studie: „Müller hat dafür zusammen mit Statistik-Professor Torsten Hothorn, der an der Uni Zürich lehrt, und anderen Wissenschaftlern 340 000 Wildunfälle zwischen 2002 und 2011 in Bayern ausgewertet. Parallel dazu haben die Forscher für den selben Zeitraum 850000 Unfälle ohne Beteiligung von Wild analysiert.“ Wichtigste Ergebnisse ihrer Studie:
    • Während die Zahl der Wildunfälle in den zehn Jahren stark angestiegen ist, ist die Zahl der Unfälle ohne Wild leicht gesunken.
    • Aktivitäten der Rehe bestimmt das Risiko. … „Daraus folgern Müller, Hothorn und ihre Kollegen, dass nur ein Anstieg der Rehpopulation in Bayern der Grund sein kann, warum immer mehr Wildunfälle passieren. Und nicht etwa der permanent zunehmende Verkehr oder das immer dichtere Straßennetz.“
Steigende Wildunfallschäden – 3000 Euro pro Reh
Ökologischer Jagdverein fordert höhere Abschusszahlen und -kontrolle
PM ÖJV- Wildunfälle in Bayern - Höher
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