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Pressemitteilung des ÖJV Bayern

Markierungsband für Wildunfälle

Deutschlandweite Innovation erleichtert Umgang mit Wildunfällen!

Der ÖJV Bayern stellt Markierungsbänder für Wildunfälle vor, mit denen Wildunfälle gekennzeichnet werden können. Dies erleichtert die Arbeit von Polizei und Jagpächtern, die z.B. angefahrenes Wild nachsuchen müssen.

  • Polizei und Jagdpächter finden den genauen Unfallort viel leichter und sicherer.
  • Angefahrenes Wild kann schneller nachgesucht und von seinem Leiden erlöst werden


Wildunfälle in Deutschland nehmen zu
Wildunfälle nehmen nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland zu. Mehr als 275.000 Wildunfälle mit einer Schadenshöhe von fast 750 Millionen im Jahr 2017 sind enorm. Ca. 55.000 waren es in Bayern. Pro Schaden entstehen durchschnittlich Kosten von ca. 2700 €. Gesamtgesellschaftlich eine gigantische Summe, die letztendlich von den Autobesitzern getragen werden muss.

Maßnahmen zur Verhinderung sind meist wirkungslos
Maßnahmen zur Verhinderung von Wildunfällen wie z.B. Reflektoren, die von Jägern landauf landab gefordert werden, erweisen sich fast immer als wirkungslos. Der Ökologische Jagdverein Bayern e.V. weist deshalb auf folgendes, grundsätzliches und nicht wegzudiskutierendes Problem hin:

 

Die Anzahl der Wildunfälle
steigt mit der Dichte der Wildtiere.


Die meisten Unfälle passieren mit unserer häufigsten Schalenwildart, dem Reh. Und es überrascht nicht, dass in Gebieten, mit starkem Verbiss (siehe staatlich erstelltes Forstliches Gutachten, sog. Vegetationsgutachten), auch die Wildunfallzahlen hoch sind. Hothorn, Müller und Brandl haben diesen Zusammenhang mit einer Studie an der TU München 2012 wissenschaftlich belegt.

Der Unfallort kann oft nicht genau angegeben werden
Wenn sich Wildunfälle ereignen, können die beteiligten Autofahrer, vor allem nachts, oft nur sehr vage angeben, wo der Unfall tatsächlich stattfand. Meist bleibt es bei ungefähren Angaben zwischen zwei Ortschaften, so dass es sowohl der Polizei als auch den zuständigen Jagdpächtern schwer fällt, den genauen Unfallort zu finden. Gerade für die Jagdpächter, die verletztes Wild nachsuchen und von seinem Leiden erlösen oder totes Wild entsorgen müssen, ist dies eine schwierige, oftmals kaum lösbare Aufgabe.

Markierungsbänder kennzeichnen den Unfallort präzise
Der ÖJV Bayern hat deshalb nach dem Vorbild Schwedens ein Markierungsband für Wildunfälle entwickelt, mit dem man den genauen Unfallort kennzeichnen kann. Es wird ganz einfach an den nächsten Leitpfosten oder anderer geeigneter Stelle angebracht und ist dort leicht zu sehen. Auf dem Markierungsband befindet sich der Notruf der Polizei (110) und Hinweise zum Vorgehen nach einem Wildunfall. Zudem kann der Unfallverursacher seine Telefonnummer eintragen, um die nachfolgende Abwicklung zu erleichtern.

Das Markierungsband ist aus Papier, so dass es sich umweltfreundlich zersetzt, sollte es aus Versehen nicht abgenommen werden.

Der Tierschutz gewinnt
Besonders der Tierschutz profitiert, weil damit der nachsuchende Jäger weiß, wo er seinen Hund ansetzen muss, um der Fährte des verunfallten Tieres folgen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein verletztes Stück Wild gefunden und schnell von seinem Leiden erlöst werden kann, steigt damit gravierend.

Wie kommt man an die Bänder?
Ziel ist es, dass in Zukunft jedes Fahrzeug solche Bänder mitführt und verwendet. Dies würde den Umgang mit Wildunfällen spürbar erleichtern.

Ansichtsexemplare der Markierungsbänder für Wildunfälle können bei der Geschäftsstelle des ÖJV Bayern gegen eine Versandgebühr bestellt werden.

Gez.
Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern e.V.)

Markierungsband für Wildunfälle
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Über den ÖJV

Der Ökologische Jagdverein ist ein 1988 gegründeter Jagdverband, der sich der ökologischen Jagd verpflichtet hat. Der ÖJV reformiert aktiv das deutsche Jagdwesen und trägt dazu bei, dass die Jagd auch in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz findet.
Der ÖJV sieht die Jagd als eine legitime Form der nachhaltigen Naturnutzung an. Die Ökologie soll dabei als wertfreie Wissenschaft Grundlagen für die Jagd liefern, von der Waldbau, Natur-, Arten- und Tierschutz betroffen sind. Aufgabe der Jagd ist es, in der Kulturlandschaft ökologische und unzumutbare ökonomische Schäden zu verhindern und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen. Demzufolge muss beispielsweise das Schwarzwild wegen seiner Schäden in der Landwirtschaft oder Schalenwild wie Rehe wegen ihrer Schäden im Wald reguliert werden.

http://www.oejv-bayern.de

Ökologischer Jagdverein Bayern e. V.
Dr. Wolfgang Kornder
1. Vorsitzender
Tel.     09842 951370
Email    kornder@oejv.de    

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