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Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.

Verendete Rotwildkälber am Königssee – Kritik am Nationalpark wird immer substanzloser!

  • Unser Rechtssystem wird auf den Kopf gestellt.
  • Mutmaßungen und Unterstellungen ersetzen Fakten.
  • Natürliche Grunderkenntnisse werden ignoriert.



Wie die Lokalpresse am 3. Juni 2019 berichtet, sind nun wegen des Fallwildes zwei Anzeigen gegen den Nationalpark Berchtesgaden eingereicht worden (Quelle bgl 24, s.u.). Die „Allianz für Wildtiere“ sowie „Wildes Bayern e.V.“ zusammen mit dem „Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V“ haben diese bei der Staatsanwaltschaft Traunstein eingereicht.  

Der ÖJV Bayern, der mit diesem Fall von Frau Dr. Miller direkt in Verbindung gebracht wurde, darf dazu folgendermaßen Stellung nehmen:

  • Die Antragsteller stellen unser  Rechtssystem auf den Kopf: Nicht der Nationalpark muss seine Unschuld beweisen, sondern die Antragsteller der Strafanzeige müssen die Verstöße gegen unser Rechtssystem belegen. Bislang haben die drei Verbände diese Fakten nicht liefern können!
  • Derzeit arbeiten die Antragsteller der Strafanzeige lediglich mit Mutmaßungen und Unterstellungen. Damit können sie – von mancher Presse unterstützt - zwar Stimmung machen, tragen aber nichts zur Versachlichung und Klärung bei. Es wäre kurios, wenn ein deutsches Gericht solchen Mutmaßungen und Unterstellungen folgen würde.
  • Gerade der Deutsche Tierschutzbund, Sektion Bayern, hat in jüngster Zeit Beispiele für ein derartiges ideologisches Vorgehen geliefert und ist damit auf der ganzen Linie gescheitert: So hat der Tierschutzbund zusammen mit dem Bayerischen Jagdverband  (BJV) eine überaus erfolgreiche Jagd in Franken (Revier Edelmannsberg bei Forchheim) mit Bildern verletzter Rehe aus einem angrenzenden Jagdrevier strafrechtlich belangen wollen. Die Staatsanwaltschaft Bamberg, die den Fall akribisch untersuchte, hat diese ebenfalls nur auf Mutmaßungen und Unterstellungen beruhende Anzeige einstellen müssen. Der Tierschutz war hier nur vorgeschoben.
  • Wir verweisen weiterhin darauf, dass Fallwild gerade im Gebirge zum natürlichen Ablauf gehört und Fallwild eine sinnvolle Funktion im Ökosystem hat. Diese ökologische Grunderkenntnis sollte endlich Gehör finden und akzeptiert werden. Wenn man weiß, dass in Bayern jährlich 50.000 Stück Fallwild (Schalenwild ohne Wildschweine) anfallen, dann reibt man sich verwundert die Augen, welcher Popanz mit den Rotwildkälbern im NP Berchtesgaden aufgebaut wird.


Wie in anderen Fällen der an der Anzeige beteiligten Verbände zeigt sich immer mehr, dass es nicht um verhungerte Rotwildkälber, sondern um Kontrolle staatlicher Einrichtungen und die Schwächung der notwendigen Schalenwildbejagung geht. So wie in Edelmannsberg wird damit der Tierschutz instrumentalisiert und die gesetzlich bestens begründete, in unserer Kulturlandschaft unumgängliche Schalenwildbejagung torpediert. Das darf sich die Gesellschaft nicht gefallen lassen.

Gez.
Dr. Wolfgang Kornder
(Vorsitzender ÖJV Bayern e.V.)


Quellen (in Auszügen):
https://www.bgland24.de/

 

Zum Fall in Edelmannsberg sh.: Edelmannsberg – Wenn sich der Tierschutz instrumentalisieren lässt!

Verendete Rotwildkälber am Königssee – Kritik am Nationalpark wird immer substanzloser!
20190606_PM_Verendete_Rotwildkälber_Köni
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Über den ÖJV

Der Ökologische Jagdverein ist ein 1988 gegründeter Jagdverband, der sich der ökologischen Jagd verpflichtet hat. Der ÖJV reformiert aktiv das deutsche Jagdwesen und trägt dazu bei, dass die Jagd auch in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz findet.
Der ÖJV sieht die Jagd als eine legitime Form der nachhaltigen Naturnutzung an. Die Ökologie soll dabei als wertfreie Wissenschaft Grundlagen für die Jagd liefern, von der Waldbau, Natur-, Arten- und Tierschutz betroffen sind. Aufgabe der Jagd ist es, in der Kulturlandschaft ökologische und unzumutbare ökonomische Schäden zu verhindern und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen. Demzufolge muss beispielsweise das Schwarzwild wegen seiner Schäden in der Landwirtschaft oder Schalenwild wie Rehe wegen ihrer Schäden im Wald reguliert werden.

http://www.oejv-bayern.de

Ökologischer Jagdverein Bayern e. V.
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1. Vorsitzender
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