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Pressemitteilung von hunting4future

Damit der Wald eine Chance hat!

  • Hunting4future als Weg der Zukunft
  • Hunting4future in 3 Minuten
  • Impulse für die Novellierung des Bundesjagdgesetzes

Ulsenheim, 13.08.2020

 

Hunting4future als Weg der Zukunft


Der Klimawandel verändert unser Leben, denn er verändert unsere Umwelt, von der wir leben. Wenn aufgrund der Klimaveränderung wie der derzeitigen Trockenheit und Hitze unser Wald immer stärker in Mitleidenschaft gezogen wird und teilweise abstirbt, betrifft das ein Ökosystem, das wir mit seinen Funktionen dringend brauchen. Denn Wald reinigt und speichert Wasser, kühlt ab, verarbeitet Kohlendioxid, produziert Sauerstoff, liefert den wertvollen Rohstoff Holz und ist ein idealer Erholungsraum für uns Menschen. Er muss mit möglichst klimastabilen Baumarten wie Eiche, Tanne und Buche umgebaut werden, um dem Klimawandel einigermaßen gerecht zu werden. Ideal ist dabei die Naturverjüngung, weil diese nicht gepflanzten Jungbäume wesentlich stabiler heranwachsen als gepflanzte. Doch gerade die einigermaßen klimastabilen Baumarten werden von Rehen, Hirschen oder Gämsen gerne gefressen, stark „verbissen“ wie der Fachmann sagt, so dass sie kümmern und oft eingehen. Zurück bleibt ein artenarmer, instabiler Wald, der seinen vielfältigen Funktionen nicht mehr gerecht werden kann.


Zaunbau und Wuchshüllen sind Krücken und dabei eine kostspielige und im Falle der Wuchshüllen auch umweltbelastende Schutzmaßnahme. Deshalb kommt der Jagd eine zentrale Bedeutung zu. Ihre Aufgabe ist es Rehe, Hirsche und Gämsen so zu reduzieren, dass der junge Wald wachsen kann. Ohne angepasste Wildbestände wird der dringend nötige Waldumbau nicht gelingen.

 

Hunting4future in 3 Minuten


Der ÖJV Bayern hat deshalb die Initiative hunting4future (https://www.hunting4future.org/ ) zusammen mit dem Bund Naturschutz Bayern (BN) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) gegründet. Inzwischen sind weitere Verbände, FBGs/WBVs, Forstbetriebe etc. als Unterstützer beigetreten.

Auch Einzelpersonen können die Erklärung von hunting4future zeichnen. Unser Ziel ist es, eine wald-freundliche Jagd zu unterstützen, so dass unser Wald wachsen und seine vielfälti-gen Funktionen erfüllen kann - ein Anliegen, das die Zukunft von uns allen sichert. Deshalb darf „hunting for future“ durchaus wörtlich genommen werden.


Um einen Eindruck von hunting4future zu geben, haben wir ein 3-Minuten Video er-stellt: hunting4future in 3 Minuten
Für Leute, die noch weniger Zeit haben, ist der 1-Minuten Teaser gedacht: hunting4future in 1 Minute

 

Impulse für die Novellierung des Bundesjagdgesetzes


Derzeit wird das Bundesjagdgesetz novelliert. Am 20. August 2020 geht dieser Pro-zess in die Abschlussphase. Hunting4future setzt sich intensiv dafür ein, dass diese Novellierung dazu beiträgt, tierschutzgerecht angepasste Schalenwildbestände für unsere Wälder herzustellen.
Der ÖJV Bayern und hunting4future fordern deshalb für die derzeit laufende   Novellierung des Bundesjagdgesetzes besonders:
  • Forstliche Gutachten als Grundlage für die Abschussplanung
  • Den Vorrang des Erhaltungszustandes des Waldes vor dem Erhaltungszustand einzelner Schalenwildbestände (Vorrang des Lebensraumes; Wald vor Wild)
  • Eine klare Definition standortgerechter Naturverjüngung und Waldverjüngungsziele

 

Gez.
Dr. Wolfgang Kornder
(Vertreter von hunting4future / 1. Vorsitzender ÖJV Bayern e.V.)

PM von hunting4future
Damit der Wald eine Chance hat, 13.08.2020
200813 PM hunting4future.pdf
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Über hunting4future und den ÖJV Bayern

Der Ökologische Jagdverein ist ein 1988 gegründeter Jagdverband, der sich der ökologischen Jagd verpflichtet hat. Der ÖJV reformiert aktiv das deutsche Jagdwesen und trägt dazu bei, dass die Jagd auch in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz findet.
Der ÖJV sieht die Jagd als eine legitime Form der nachhaltigen Naturnutzung an. Die Ökologie soll dabei als wertfreie Wissenschaft Grundlagen für die Jagd liefern, von der Waldbau, Natur-, Arten- und Tierschutz betroffen sind. Aufgabe der Jagd ist es, in der Kulturlandschaft ökologische und unzumutbare ökonomische Schäden zu verhindern und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen. Demzufolge muss beispielsweise das Schwarzwild wegen seiner Schäden in der Landwirtschaft oder Schalenwild wie Rehe wegen ihrer Schäden im Wald reguliert werden.

 



http://www.oejv-bayern.de

Ökologischer Jagdverein Bayern e. V.
Dr. Wolfgang Kornder
1. Vorsitzender
Tel.     09842 951370
Email    kornder@oejv.de    

Ulsenheim 23
91478 Markt Nordheim