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Pressemitteilung des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.

Rehwildbejagung im April mindert Wildunfälle und hilft dem Wald

Wertvolles Wildbret in Kürze wieder verfügbar

Ulsenheim, 10.04.2021

 

Rehwildbejagung im April mindert Wildunfälle und hilft dem Wald

 

Wie die Statistik für 2019 belegt, nehmen Wildunfälle, hauptsächlich mit Rehwild,  auch in Bayern grundsätzlich zu. Gerade im Frühjahr haben wir wieder einen Schwerpunkt, denn jetzt suchen  Rehe ihre neuen Reviere. Dabei kommt es naturgemäß zu vermehrter Aktivität. Dazu kommt: Je höher die Rehwilddichte ist, desto mehr Aktivität gibt es, je geringer, desto weniger. Wildunfälle stehen damit in direktem Zusammenhang mit der Rehwilddichte. Und hohe Rehwilddichten bedingen gleichzeitig einen höheren Verbiss im klimabedingt gestressten Wald.

Um dem entgegenzuwirken haben viele Revierinhaber den vorzeitigen Jagdbeginn für Rehwild, zwei Wochen früher, ab dem 16. April, beantragt. Das hat den Vorteil, dass man Schmalrehe (letztjährige weibliche Kitze) leichter erkennen kann. Und weiter ist der durch den Klimawandel bedingte frühere Blattaustrieb in der zweiten Aprilhälfte noch nicht so weit fortgeschritten, so dass man Rehwild umso leichter sehen und erlegen kann. Das mindert Wildunfälle, ist gut für den Wald und außerdem können Jäger*innen damit in Kürze wieder frisches Wildbret anbieten.


Wertvolles Wildbret in Kürze wieder verfügbar

Wer mit gutem Gewissen Fleisch essen möchte, liegt bei Wildfleisch genau richtig. Wildfleisch ist von absoluten Ausnahmen abgesehen ein unbelastetes, in der Natur gewachsenes und damit besonders wertvolles, hochwertiges Lebensmittel regionaler Herkunft. Eine extensivere, naturnähere „Fleischerzeugung“ geht fast nicht. Und die Tiere hatten dazu ein artgerechtes Leben.


Fazit:

 

Wer Wildbret kauft und verzehrt, hat damit für sich einen besonderen Genuss. Zum anderen unterstützt er damit die dringend notwendige  Schalenwildbejagung. Denn der Waldaufbau und -umbau angesichts des Waldsterbens 2.0 ist nur mit angepassten Schalenwildbeständen möglich.

Der Ökologische Jagdverein Bayern e.V. kann deshalb den Verzehr von Wildbret mit sehr guten Gründen empfehlen.
Unterstützen Sie mit dem Verzehr von Rehwildfleisch die waldfreundliche Jagd. Wer dazu eine Anlaufadresse braucht, wende sich bitte an unsere Geschäftsstelle: info@oejv-bayern.de

Dr. Wolfgang Kornder
(1. Vorsitzender ÖJV Bayern)

PM des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V.
2104 PM Vorzeitiger Jagdbeginn.pdf
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Über den ÖJV

Der Ökologische Jagdverein ist ein 1988 gegründeter Jagdverband, der sich der ökologischen Jagd verpflichtet hat. Der ÖJV reformiert aktiv das deutsche Jagdwesen und trägt dazu bei, dass die Jagd auch in Zukunft in der Gesellschaft Akzeptanz findet.
Der ÖJV sieht die Jagd als eine legitime Form der nachhaltigen Naturnutzung an. Die Ökologie soll dabei als wertfreie Wissenschaft Grundlagen für die Jagd liefern, von der Waldbau, Natur-, Arten- und Tierschutz betroffen sind. Aufgabe der Jagd ist es, in der Kulturlandschaft ökologische und unzumutbare ökonomische Schäden zu verhindern und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen.


http://www.oejv-bayern.de

Ökologischer Jagdverein Bayern e. V.
Dr. Wolfgang Kornder
1. Vorsitzender
Tel.     09842 951370
Email    kornder@oejv.de    

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