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Impressionen von der Festveranstaltung

Wolfgang Kornder

Das Waldhornquartett CORdial hat auf musikalisch hohem Niveau die Jubiläums- feier besonders bereichert. (Fotos © R. Kornder)
Das Waldhornquartett CORdial hat auf musikalisch hohem Niveau die Jubiläums- feier besonders bereichert. (Fotos © R. Kornder)

Ökumenische Jagdmeditation
Der eigentlichen Geburtstagsfeier ging eine Ökumenische Jagdmeditation mit Pater Norbert Becker (MSC, Oase Steinerskirchen) und Pfarrer Gerhard Monninger (Umweltpfarrer i.R. der Evangelischen Landeskirche Bayern, ELKB) voran. ÖJV-Vorsitzender Wolfgang Kornder, selbst Theologe und Prädikant in der ELKB, assistierte dabei.
Pater Becker näherte sich einfühlsam dem ersten Schöpfungsbericht in Gen 1 (1. Buch Mose 1) und sensibilisierte uns Menschen des 21. Jahrhunderts für das spirituelle Verständnis des Schöpfungsberichtes, das sich eben nicht im Naturwissenschaftlichen erschöpft. Wahrnehmen, Staunen, sich Öffnen – das sind wichtige Momente, die zu einem Mitfühlen mit der Natur, der ganzen Schöpfung führen.
Pfr. Monninger ging von Ps 104 aus. Auch hier das Staunen und die Begeisterung für die Schöpfung, versetzt mit kritischen Anmerkungen. Er stellte dabei den Menschen gerade nicht über den Rest der Schöpfung, betonte aber dessen Verantwortung als Geschöpf in der Schöpfung, - auch die der Jäger, die oftmals einen schwierigen Abwägungsprozess leisten müssen.
Umrahmt und stimmungsmäßig mitgeprägt wurde diese Jagdmeditation vom Waldhornquartett CORdial, das einerseits die Lieder begleitete, andererseits mit dem Präludium und Fuge d-moll von Johann Sebastian Bach und dem Andante in Des-Dur von Anton Bruckner eine ganz besonders dichte und feierliche Atmosphäre erzeugte. Das harmonische Quartett hat auf musikalisch hohem Niveau die gesamte Jubiläumsfeier ausgesprochen bereichert.

Jubiläumsfeierlichkeiten
Nach dem Gottesdienst begann der offizielle Teil der Veranstaltung im Münchner Hofbräuhaus. Das Festprogramm begann mit dem Quartett in B-Dur, Op.38, 1. Satz/Alla Marcia von Constantin Homilius. Weit über 120 geladene Gäste, darunter viele hochrangige VertreterInnen aus der Politik, dem Forstbereich sowie dem Tier- und Naturschutz, waren der Einladung des ÖJV gefolgt.
Wolfgang Kornder begrüßte die VertreterInnen der Bayrischen Staatsforsten (BaySF), des Bayerischen Bauernverbands (BBV), des Bundes Deutscher Forstleute (BDF), des Bund Naturschutz in Bayern (BN), des Bayerischen Waldbesitzerverbands (WBV), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bayern (SDW), des Vereins zum Schutz der Bergwelt (VdSdB), des Bayerischen Forstvereins (DFV) und der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW). Die ÖJV-Prominenz wurde angeführt von der Bundesvorsitzenden Elisabeth Emmert, neben Mitgliedern weiterer ÖJV-Landesverbände, die aus Baden-Württemberg bis Sachsen und Niederösterreich kamen, sorgten viele, teils altgediente, bayrische ÖJV-Mitglieder für einen festlichen und froh gestimmten Rahmen.

Für Nicolaus Graf Hatzfeldt stellt die Jagd den Schlüssel zum waldbaulichen und betriebswirtschaftlichen Erfolg dar.
Für Nicolaus Graf Hatzfeldt stellt die Jagd den Schlüssel zum waldbaulichen und betriebswirtschaftlichen Erfolg dar.

Als Festredner konnte Kornder Nicolaus Graf von Hatzfeldt-Wildenburg-Dönhoff willkommen heißen, dessen Vortrag „Waldwirtschaft und Ökologie - Vereinbarkeit und Umsetzung im Hatzfeldt´-schen Betrieb“ direkt anschloss. Graf Hatzfeldt referierte klar und verständlich die Entwicklung und Philosophie seines Hauses, wo seit 1993 naturgemäße Waldwirtschaft unter der Prämisse der Schalenwildreduktion umgesetzt wird. Dass die Jagd dabei eine gravierende Rolle spielte und spielt, wurde immer wieder deutlich, ja man kann sagen: Die Jagd ist der Schlüssel zum Erfolg, der sich seit zwei Jahrzehnten zeigt.

Nach Frippery Nr.3/Waltz von Lowell E. Shaw und dem Dank an den Festredner leitete der Jägerchor aus dem Freischütz zur Rede des ersten Vorsitzenden Wolfgang Kornder, „Gedanken des Vorsitzenden, 25 Jahre ÖJV, Rückblick und Ausblick“ über. Dabei wurden die Erfolge der zurückliegenden 25 Jahre bedacht, von „Wald vor Wild“ über die Revierweisen Aussagen bis hin zur Ausstrahlung in ganz Deutschland. Der hinsichtlich der Mitgliederzahl und jagdpolitischen Bedeutung deutlich angewachsene ÖJV Bayern hat sich seinen Platz erobert und bildet oftmals eine Art Kristallisationspunkt oder Speerspitze im Kampf um eine zukunftsfähige, waldfreundliche Jagd. Der ÖJV Bayern ist dabei, alle heute noch sinnvollen Bereiche der Jagd zu besetzen. Seine Arbeitsfelder reichen vom Hunde- und Schießwesen bis hin zur Jagdkultur, wichtigster Schwerpunkt ist und bleibt die waldfreundliche Schalenwildbejagung im Interesse einer naturnahen Landnutzung.

Es war eine besondere Freude, eine große Anzahl von Mitgliedern zu ehren, die nunmehr seit 25 Jahren dem ÖJV Bayern die Treue halten.
Es war eine besondere Freude, eine große Anzahl von Mitgliedern zu ehren, die nunmehr seit 25 Jahren dem ÖJV Bayern die Treue halten.

Auf ein weiteres Musikstück folgten, moderiert vom stellvertretenden Vorsitzenden Michael Lechner, die Grußworte der BaySf (Reinhard Neft, Vorstand), des BN (Sebastian Schönauer, stellver- tretender Vorsitzender des BN für Prof. Dr. Weiger), der WBV (Carl von Buttler, für Sepp Spann), des BBV (Anton Stürzer, Kreisobmann des BBV München für Walter Heidl), des BDF (Klaus Wagner für Gunther Hahner) und des Bundes-ÖJV (Elisabeth Emmert, Vorsitzende).

 

Mit Frippery Nr.6/Medium fast von Lowell E. Shaw leitete das Hornquartett zur Mitgliederehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft durch den stellvertretenden Vorsitzenden Hubertus von Eyb über. 23 der 47 Jubilare, die seit 25 Jahren dem ÖJV die Treue halten, waren gekommen und konnten vor Ort eine Urkunde und einen Bocksbeutel entgegennehmen.

Ein Eindruck von der Pressekonferenz zur Gründungsversammlung des ÖJV 1988 an gleicher Stelle. Von links: Hubert Weinzierl, Baron Sebastian von Rotenhan, Prof. Richard Plochmann, Eugen Syrer, Horst Stern, Prof. Wolfgang Schröder. (Foto © E. Syrer)
Ein Eindruck von der Pressekonferenz zur Gründungsversammlung des ÖJV 1988 an gleicher Stelle. Von links: Hubert Weinzierl, Baron Sebastian von Rotenhan, Prof. Richard Plochmann, Eugen Syrer, Horst Stern, Prof. Wolfgang Schröder. (Foto © E. Syrer)

Organisiert durch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden und die Geschäftsstelle wurde zudem dem Vorsitzenden Wolfgang Kornder ein Mammutbaum angesichts der von ihm zu leistenden Mammut-Aufgaben im ÖJV überreicht. Kornder seinerseits überreichte als kleines Zeichen der Anerkennung einen Blumenstrauß an ÖJV-Bundesvorsitzende Elisabeth Emmert, Geschäftsstellenleiterin Heike Grumann, die für ihre unermüdliche und umsichtige Arbeit dazu noch einen Gutschein für einen Wellnesstag erhielt, und seine Frau Irene Kornder, da ohne solche Ehepartner derartige Ehrenämter nicht zu bewältigen wären.

Die Jubiläumsfeier verlief in einer sehr würdigen und doch familiären Atmosphäre. Die zahlreichen TeilnehmerInnen im voll besetzten Wappensaal des Hofbräuhauses erlebten eine begeisternde, stimmige Feier, die vom gemeinsamen Anliegen geprägt war und das Gemeinschaftsgefühl stärkte. Dem konnte auch die armselige Gegendemonstration der Jagdagenda 21 vor dem Hofbräuhaus nicht das Mindeste anhaben, so dass alle zufrieden und motiviert die Heimreise antreten konnten.

25 Jahre ÖJV Bayern - Impressionen von der Festveranstaltung
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