Feststellung der jagdlichen Brauchbarkeit von Hunden zur Nachsuche auf Schalenwild in Brunnau / Mittelfranken am 16.05.2026

Am Prüfungstag trafen sich um 08:30 Uhr insgesamt sechs Gespanne zur Hundeprüfung. Alle teilnehmenden Gespanne hatten sich zuvor in einem mehrwöchigen Vorbereitungskurs intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Besonders erfreulich war die Vielfalt der teilnehmenden Hunde: Vom Dackel bis zum Drahthaarmix waren unterschiedliche Rassen und Größenklassen vertreten.
Die Prüfung bestand aus drei einzeln zu bewertenden Modulen: den Gehorsamsfächern, der Schussfestigkeit sowie der Schweiß- beziehungsweise Fährtenschuharbeit auf Schalenwild.
Den Schwerpunkt des Tages bildete zunächst die Arbeit auf der über Nacht stehenden Fährte. Die 400 Meter lange Übernachtfährte führte durch den Wald und endete an einem Stück Schalenwild. Alle fünf Gespanne zeigten bei dieser anspruchsvollen Aufgabe eine gute und konzentrierte Arbeit. Die Hunde arbeiteten überwiegen ruhig, ausdauernd und zielstrebig auf der Fährte. Der ein oder andere Heißsporn legte aber auch eine höhere Geschwindigkeit an den Tag. Entsprechend groß war die Freude bei Hundeführerinnen und Hundeführern, als ihre Hunde sicher am Stück ankamen.
Im Modul der Gehorsamsfächer wurden die Leinenführigkeit im Wald, das Hereinkommen sowie das Verhalten am Stand überprüft. Während der gesamten Prüfung wurde zudem das Sozialverhalten der Hunde beobachtet. Bei der Leinenführigkeit sollten die Hunde ihren Führerinnen und Führern aufmerksam folgen und auch beim Umgehen von Bäumen möglichst an lockerer Leine bleiben. Beim Hereinkommen mussten die Hunde ruhig am Ablegeplatz verbleiben und sich anschließend zuverlässig abrufen lassen. Beim Verhalten am Stand galt es, während eines improvisierten Treibens sowie bei der Abgabe von Flintenschüssen ruhig und gelassen zu bleiben. Insgesamt war ein guter Gehorsam festzustellen, mit einzelnen Ausreisern nach oben wie unten.
Auch die Schussfestigkeit wurde bei jedem Hund einzeln geprüft. Dabei wurde beurteilt, wie die Hunde auf die Schussabgabe reagierten und ob sie sich unbeeindruckt beziehungsweise weiterhin arbeitsbereit zeigten. Insgesamt präsentierten sich die Hunde auch in diesem Prüfungsteil in guter Verfassung.
Der Prüfungstag zeigte, dass sich die intensive Vorbereitung der Gespanne gelohnt hat. Ein besonderer Dank gilt den Ausbildern Marion und Uwe Köberlein, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des mehrwöchigen Vorbereitungskurses mit viel Engagement begleitet und auf die Anforderungen der Prüfung vorbereitet haben. Vor allem die (zeit)intensive Einarbeitung auf den Fährtenschuh ist hervorzuheben. Einige der Teilnehmer konnten es sich vor dem Kurs nicht vorstellen, dass ein Hund komplett ohne Schweiß eine Übernachtfährte arbeiten kann.
Ebenso bedanken wir uns herzlich bei den Richterinnen und Richtern, die durch ihre fachkundige und faire Beurteilung zu einem gelungenen Prüfungsablauf beigetragen haben. Als Richtende waren Silvia Backhaus, Jessica David und Wolfgang Distler.
Nach Abschluss der Prüfung ließ man den erfolgreichen Tag in gemütlicher Runde im Gasthaus ausklingen. Dort konnten die Eindrücke des Tages nochmals gemeinsam besprochen und die Leistungen der Gespanne gefeiert werden.
Insgesamt war es eine gelungene Hundeprüfung mit guten Leistungen, einer erfreulichen Vielfalt an Hunden und einem harmonischen Abschluss.
(Bilder: ÖJV Bayern)